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erg0908

OM. Heinrich von Galen bestätigt den Verkauf von Lasden und Paplacken durch Jakob Jode an Christoffer Butler den Jüngeren und belehnt letzteren und dessen Erben mit den Gütern in den alten Grenzen, wie in dem Lehnbrief von 1422 Juni 7 beschrieben, zu Lehngutsrecht. Wolmar, 1554 Jan. 8
Lehnsurkunde; Verkaufsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Archiv: GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 434
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Wir Heinrich von Galen, meister des ritterlichen Teutschen ordens zu Liefflandt, thun kundt, bekennen und bezeugen offenbar inn und mit diesem unserm offnen vorsiegelten brieff fur idermennichlich, nachdem die erbar unser lieber getrewer Jacob Jode ein part seines veterlichen erbes in Curlandt bolegen, als nemblich Lasden und Plakatkenn, aus bowechlichn ehafften ursachen auffzubieten unnd mit unserm consentt und fulborde, auch mit furwissen und willen seines dochtermans Hermen Do^enhoffs, dero erben und nachkomling Christoffern Butlern des Jungern inhalt eines kauffbriefs ohne jenig widersprechen, argelist unnd geveerde zu verkauffen, auffzutragen unnd zu verlassen bewagen, derwegen beide parte itzgemelt erstlich fur unsern lieben andechtigen heren cumpthurn zu Goldingen erschenen und uns umb bocrefftigung solchs kauffs ersuchen und anfallen lassen, haben wir solche ire zimliche bitt in anmerckung aller umbstende und gelegenheitt inen nit haben weigern mugen, demnach sodanen kauff und uberlassung der guter irer einigung nach inhalts und vormug der alten lehnbrieff, so von unsern saligen vorfatern hochloblicher gedechtnus von meistern zu meistern bis an uns, auch von uns daruber gegeben, vurwilligt, bocrefftigt und zugelassen als wir in crafft diess unsers vorsiegelten brieffs vurwilligen, bocrefftigen unnd zulassen, mehrgemelten Christoffern Buttlern, seinen erben und erbnhemen sotane ehrgenante guter hiemit gentzlich und allenthalben vorlehnende, die fortan zu geprauchende, zu habend unnd zu besitzend in aller gestalt, weyse und masse, als die Heinrich Jode furhin und hiernach von Jacob Joden, den vorkauffer, in iren alten scheidungen, sovil den vorkaufften gutern antrifft und belangend ist, [bosessen]% so oder anders ergänzen, mit allerlei nutz und boqwemicheit, wue die geno^emet sein ader geno^emett mugen werden, nichts aussenbescheiden, freig und fridsamlich zu ewigen zeiten nach lehnguts rechte. Und nach ihn dem alten lehnbrieffe, szo unsere vorfarn Sidfrid Lander von Spanheim [gegeben]% ergänzen, des datum schet zu Wenden nach Gots gepurtt vierzehenheundert und im zweiundzweintzigisten jare am tage sanct,e et individu,e trinitatis, uf Plakacken, niher scheidung furnemptlich vier haken landes zum Durben sampt etzlichn stroelanden und das landt zu Sarreyken auss der solten sehe an in die beke zu Sarreyken bogreiffen, haben wue wir die scheidung auf Plakacken, darin die gesinde Joenich mit inbegreiffen seint, nachfolgend aus dem alten lehnbrieff hirinne verzeichen lassen, welcher scheidung anfangt: int erste anzugend, dar die Plackackte vellet in die Vdera, die Plackackten fort uf zu folgen bis an ein sip, das sip fort uf zu gend bis an einen eickenbaum, dar ein creutz angehouwen ist, von dem baume das sip fortan ufwart zu gend bis [an] einen eickenbaum, gezeichnet mit einem creutz, von dem baum fortan zu gend von creutzn zu creutzn bis an einen sip, das fleust uss einem broke, dem sipe zu folgend bis in die vorgeschriebnen beke Plackackte, von der Plackackten beke fortan zu gend zu rechten zu von creutzn zu creutzn bis in die Geddunen beche, und die Geddunen beche uf zu gend bis zu einem eichenbaum, dar ein stein bei licht, die beide gemerckt sein mit creutzn, von dem eichenbaum und stein zu gend zu rechten zu von creutzn zu creutzn durch den steinen buchs bi[s]% Rand abgeschnitten, an Kopie oder auch am Original-Foto an die krumme der Vdera, das dar genomet is die Likumna, und die Vdera fortan nider zu gend bis dar die Plackacte vorbenompt in die Vdera felt, dar sich die vorbenomte scheidung erst anhoff
mit allerlei zubehorung, nutz und boqwemigeit, wue die genant sein ader werden mugen, alse an ackern geradet unnd ungeradet, holzungen, hoislegen, wesen, weiden, vedriften, bechen, wassern, seiffen, sehen, gebrockten, vischerien, vogelien und allent, worzu Christoff Butler und alle seine rechte waren erben mugen recht zu haben und wie es Jacob Jode hirbevorn allerfriest bosessen und gepraucht hat, nun vortan zu haben, zu [be]sitzn, zu genutzn, zu gebrauchn und zu behalten freig und fridsamlich nach lehnguts rechte zu ewigen zeiten. Des in urkunt der warheit haben wir Heinrich, meister obgemelt, unser ingesiegel benedden an diesen brief wissentlich hencken lassen. Gegeben und geschrieben in unser stadt Wolmar m[on]tags nach trium regum anno nach Christi geburtt tausentfunfheundert darnach im vierundfunfftzigistenn.(?)