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erg0568

Albrecht, Markgraf von Brandenburg und Herzog von Preußen, an Christoph von Neuhof gen. Ley, Komtur von Goldingen, in der Schuldangelegenheit des sel. Dietrich Butler von Tuckum: Nachdem der Königsberger Bürger Florian Langnaw sich mit der Zahlung des Hauptteils von 800 Mark durch Dietrich Schencking, den Besitzer von des sel. Dietrich Butler Gütern, begnügen und auf weiteren Schadensersatz verzichten wolle, möge ihm gestattet werden, diese Summe in Livland nach Belieben in Waren anzulegen und letztere ohne Beschwerung auszuführen. Königsberg, 1545 Sept. 16
anderes Schriftstück
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Pap.
Archiv: Stockholm RA, Livonica I vol. 26
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Adresse dorsual: Dem wirdigen und ernvhesten, unserm besondern lieben Cristoffn vom Neuenhoff, genant von der Leye, compthur zu Goldingenn. Von Gots gnaden Albrecht, marggraff zu Brandenburgk, in Preussen herzog. Unnsern grus zuvorn. Wirdiger und ernvhester besonder lieber, wir fuegen euch in gnaden zu vernemen, das uns der erwirdige unnd geistliche unnser besonder lieber freundt und nachpar, her Herman von Bruggenaw, genanth Hasenkamp, meister Deutzsch ordens in Leyfflandt, auf unsere vorschriefft denn ersamen unsern lieben getrewen Florien Langnaw, burger und des raths Konnigspergk, wegen seiner anspruch unnd forderunge seligen Ditterichen Putlers van Tuckum schulden halben zur antworth geben, wye sein lieb denn erbarn unserm lieben besondern Ditterichen Schenckinck dahin vermo^echt, das ehr als der besitzer Ditterichenn Puthlers gotseligen guther denn abgefertigten volmechtigen an stadt seines principals denn heuptstuel, als 800 margk, entrichten und solch gelt bey euch nidderlegen lassenn wolt, mit angeheffter freuntlicher bitt, gedachten unsern underthan zu underrichten, an den 800 margken begnugen und die darauf gelauffene expens, uncostenn und wes dem mher anhengigk, fallen ze lassen. Unnd wiewol bemeltem unserm underthan denn heuptstuel allein anzunhemen gantz beschwerlich in anmerckung, das ehr nicht geringe expens unnd uncosten, geschweigen muhe, reysen, verseumbnus seiner nharung darauff gewendett, so haben wir doch durch die unnsern sovil mit ime underhandeln, das ehr den heuptstuel zu empfahen lassen bedacht, doch dergestalt, das man ime adder seinen volmechtigen aus guthem willen vergonne, das er solch summa geldt nach seiner gelegenheyt an whar in Eyfflandt anlege unnd solche whar ohne sondere boschwerung herrausser bringen moge, dardurch er seins schadens, angewenter expens und uncosten ergetzet werden mo^echt. Dieweil wir dan solch unsers underthanen erbietten und suchen nicht vor untzimblich achten, so vorsehenn wir unns, yr werdet auch treulichen darzu helffen, des wir dan in allen gnaden an euer person begeren, das seinem volmechtigen, auch unserm lieben getrewen, Georgen Walthaurn, gegenwertigen zaiger, solch gelth uberantworth und obgedachtem seinem principal Florien Langnaw dasselbe zum besten antzulegen vergont werdenn mochte. Das sein wir gegen eur person inn allen gnaden abzunhemen gewogen. Datum Konnigspergk denn XV Septembris anno etc. im XLV+o.(?)
comment
pressureFlorian Langenau versuchte über mehrere Jahre, sein Dietrich Butler geliehenes Kapital nach dem Einzug von dessen Gütern durch den Orden und der folgenden Neuverlehnung an Dietrich Schencking zurückzubekommen, vgl. Erg. 1161, Erg. 1162, Erg. 1163.