Kurland Property Records

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erg0486

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Otto Pral und seine Erben mit einem Landgut bei Windau, das Cord Nolle früher besaß, und mit weiteren Landstücken und Heuschlägen. Wenden, 1502 Febr. 9
Lehnsurkunde Text im Auszug nach dem Liv-, Est- und Kurländischen Urkundenbuch II,2 Nr. 233.
Überlieferung:
A: Ausf.
Material: Perg.
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OM. Wolter von Plettenberg verlehnt dem Otto Bral Pral und seinen Erben ein bei Windau gelegenes Landgut, das Cord Nolle früher besessen, mit dem Recht zu kaufen und zu verkaufen, sowohl auch in die schieffe zu verkauffen und daraus zue kauffen, ohne jemandes verweigerung oder hinderung, zue ewigen immer werenden zeitten, ferner zwei Stücke Landes vor dem Dorf Gummen, ein Stück über der Windau vor dem Dorf Redzenich, einen Heuschlag von 5 Kuyen über dem Bach Stanse, ein Stück Landes nebst Wildnis hinter des Bischofs Teich zu Tergeln, den Heuschlag an dem Schlagischen Bach, zwei Heuschläge jenseits dieses Baches und ein Stück Landes bei Tergeln, in beschriebenen Grenzen. Wenden 1502 am aschertage.(?)
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pressureSchon H. Hildebrand in SB Riga 1882 u. 1883 S. 12 hielt die Urkunde ebenso wie den Pralschen Lehnbrief in Erg. 487 für eine Fälschung, da sie in hochdeutscher Sprache abgefaßt und ihre Schrift 80 bis 100 Jahre später zu datieren sei; auch habe sich kein Ordensmeister je "Meister in Livland" genannt, wie hier angeblich geschehen. L. Arbusow stuft die Urkunde ebenfalls als Fälschung ein. Er gibt einen Hinweis der Woldemarschen Sammlung 41 wieder, wonach ein Verzeichnis des 18. Jhs. den Lehnbrief auf "Prahlen Lehn, vielleicht Passexten oder Warwen" bezogen haben soll (Verzeichnis Arbusow S. 129). Warwen 11 km ssw Windau befand sich laut Ortslexikon allerdings seit 1466 für lange Zeit durchgängig im Besitz der Familie Nolde (vgl. die Lehnbriefe von1466 und 1494 in Bauer 255 u. Bauer 322); eher wäre an Passeexten 6 km ssö der Windaumündung zu denken. Text nach dem Regest mit kurzem wörtlichen Auszug in LUB II,2 Nr. 233.