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erg0430

OM. Gotthard [Kettler] verleiht dem Christian Schroders und seinen Erben Hof und Gut des seligen Heinrich Mumperoch im Gebiet und Kirchspiel Bauske in beschriebenen Grenzen, einen Heuschlag und einen Platz auf dem Schild zu Bauske mit einer Herberge darauf, beides gleichfalls aus Mumperochs Besitz, sowie 4 Gesinde bei Heinrich Mumperochs Gut in beschriebenen Grenzen. Riga, 1559 Febr. 18
Besitzabtretung Text nach Sitzungsberichte der Kurländischen Gesellschaft für Literatur und Kunst 1888, Anhang S. 3-5, dort nach der Ausfertigung.
Überlieferung:
A: Ausf.
Material: Perg.
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Von Gottes gnadenn wir Godthardt, meister des ritterlichen Teutschen ordenns zw Liefflanndt, thun kundt, bekennen unnd bezeugenn in unnd mitt diesem unserm offenen versiegeltenn brieffe vor unß, unsere nachkommen jegen idermenniglichen, daß wir mit consent, wissenn unnd volwortt unserer hern mittgebietegere dem erbarn unserm lieben getrewenn Christian Schroderß und alle seinen erben umb seiner getrewenn dienste willenn, so ehr etzliche jhar here unserm orden gethan und noch ferner thun mag, gegennett unnd gegeben haben, wie wir ihme unnd allen seinen erben hiermitt gonnen unnd gebenn sehligen Heinrichen Mumperoggen hinderlassen unnd an unsern ordenn verfallenen hoff und gutt, belegenn im gebiett unnd kerspell zur Bawschenburgk in nachbeschriebener scheidung: erstlich an Sirmell seinem lande anzugehende am hollenn wege, dar eine creutzkule mitt kolen gefüllett, vonn dem wege der rechte an einen eichennbaum und eine creutzkule mit kalenn gefullett, von dem eichennbaum uff einen pener mit einer creutzkulenn, stossende an Lickettoppen sein landt, dem pener zu folgende an ein gebruchte, dar eine creutzkule mit kolen gefullett, von der kreutzkule gleich durch das gebruchte an einen pener unnd creutzkulen mit kolen gefüllett bei dießen lande zu gehende, den pener uff zu gehende biß an einen holen wegk, den wegk zu verlassende biß an eine straute, die straute uff zu folgende biß an eine creutzkule zur linckern handt, von der creutzkulen an einen pener, den pener entlangest wieder biß an eine creutzkule, vonn der creutzkulen gleich durch das gebruchte an eine creutzkule, bei seiten ab vom wege mitt kolen gefullet bei einer bruckenn an der strauten bolegen, von der creutzkulenn zu richten in das gebruchte an sehligen Jost Hoffschlegers kinder landt, nach laut ihrer siegele und briefe der kinder landt zu verlassende und in straute zu gehende, welche scheidett Mumperochs und Kawremeis landt, dabei eine kule mitt kolenn gefullett mit einem creutze, und so langst des vogts zur Bawschenburgk bawern landt, nemblich Kaupen, der des, in welchem Fall Kaupen (Kaupo) als russischer Ältester anzusprechen wäre. Russchen oldesten und Jusse von Jussen, stracks wieder uff vorige grentze. Noch so gonnen und gebenn wir obgemeltem Christian Schroderß unnd alle seinen erbenn einen hoyschlag bei einem gesinde, Sile genannt, gleich wie derselb hoyschlag in seinen scheidungenn belegenn und sehligen Heinrichen Mumproggen verschrieben gewesen. Zu diesem gonnen und geben wir ihme und alle seinen erben ein raumb uff dem schilde zur Bawschenburgk, woruff eine herberge stehett, und auch von Heinrichen Mumperoggen innegehabt, bebawett unnd besessen wordenn. Noch gonnen unnd gebenn wir gemeltem Christiann Schrederß unnd alle seinen erbenn vier gesinde auß dem gebiett unnd kerspell Bawschenburgk in aller massen, wie hie hiebevorn ein her vogt zur Bawschenburgk besessen, gebraucht unnd in whorn gehabt, und bei obberurtem sehligenn Heinrichenn Mumperoggen hinterlassen und ihm verschriebenen gutte in nachfolgender scheidung belegen sein: inß erste anzufangen ann einem wege, dar eine creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullett ist, von der kulen einem pener nider zu folgende langst Diederich Hoffschlegers scheidunge biß an eine creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullet, von der kule einem pener uff zu gehende wieder langst Diederich Hoffschlegers scheidunge biß an eine creutzkule mit kolen unnd funff steinen gefullet, von der kulen zur rechtern handt einem pener zu folgende biß an eine creutzkulen mit kolen und funff steinen gefullett, von der kulen wieder zur rechtern handt einem pener zu folgenn biß an eine creutzkulenn mitt kolen unnd funff steinen gefullett, von der kulen einem pener uff zu folgen biß an eine creutzkulen mit kolen und funff steinen gefullett, vonn der kulen stracks einen pener zu folgende biß an einen graben, dabei eine creutzkule mitt kolen unnd funff steinen gefullett, von der kulen stracks uff zu gehende biß an eine andere creutzkule mit kolen und funff steinen gefullet, von der kulen einem pener uff zu folgende biß an eine creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullett, von der kulen einem pener zur rechtern handt zu folgende biß an eine creutzkule mit kolen und funff steinen gefullet, von der kulen einem pener zur lincken handt zu folgen biß an eine creutzkule mitt kolen unnd funff steinen gefullet, von der kulen zur rechtern handt stracks zu gehende in eine strawte, die strawte uff zu gehende biß an eine creutzkule mitt kolen unnd funff steinen gefullett, von der kulen stracks an eine andere creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullett, von der kulen stracks der rechte uber zu gehende biß an eine andre creutzkule mitt kolen unnd funff steinen gefullet, von der kulen stracks in eine strawte, der strawten uff zu folgende biß ann einen eichenbawm, dar eine creutzkule mitt kolen und funff steinen gefulllet, von dem bawme und kulen die strawten weiter uff zu gehende biß an einen anbergk amberch = sanft ansteigende Anhöhe, dar eine creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullett, von dem anbergk und der kulen einem pener zu folgende biß an eine creutzkule mit kolen und funff steinen gefullett, von der kulen einem pener zu folgen biß an eine creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullet, von der kulen stracks an eine andre creutzkule mitt kolen und funff steinen gefullett, von der kulen an Diederich Hoffschlegers scheidunge, der scheidung zu folgende biß an eine wegk, dar eine kreutzkule mit kalen und funff steinen gefullet, und sich diese scheidung angefangen hatt. Solchs obgemelts alles, mitt allerlei zubehorung, nutz unnd bekwemicheitt, wie die nhamen haben mugen, eigen unnd erblichen einzunehmen, zu besitzen, zu gebrauchen, zu behalten, zu verpfenden, zu verkauffen, zu vorgeben unnd damitt frei und friedtsamlich zu thun unnd zu lassen nach seinem unnd aller seiner erbenn gefallen, nichtsnicht außbescheidenn, alß an ackern geradett und ungeradett, hoyschlegenn, wießen, weiden, viehdrifften, honnigbeumen, honnigweidenn, vogelien, visscherien, holtzungen, busschen, birsen, wassern, siepen, sehen, landen, leutten, krögerien, kauffmanschaften und aller andern nutzung und bekwemicheit, wozu gemelter Christian Schroderß und alle seine erbenn mugen recht zu habenn, zu ewigen zeiten ohne alle gefherde. Deß zu uhrkunt habenn wir Godehartt, meister opgemeltt, unser ingesiegell rechtes wissens unten an diessen brieff hangen lassen, der gegeben und geschrieben ist zu Riga sonnabents nach Invocavit nach Christi unsers hern geburt tausentfunffhunder und darnach im neunundfunffzigsten jare.(?)
comment
pressureChristian Schroders war 1559 Sekretär des Vogts von Bauske, 1560/61 Sekretär des OM. Gotthard Kettler, dann des Herzogs Gotthard von Kurland, vgl. L. Arbusow, Livlands Geistlichkeit, in: JbGen. 1911-1913 S. 189 [kein Geistlicher!]. Vgl. auch Erg. 431. Textabdruck nach SB Mitau 1888, Anhang S. 3-5.