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OM. Heinrich von Galen an [Ebf. Wilhelm von Riga] betreffend die Grenzstreitigkeiten zwischen der Äbtissin [des Zisterzienserinnenklosters] zu Riga und Johann von Plettenberg. Wenden, 1554 Mai 10
anderes Schriftstück; rechtliche Auseinandersetzung Text nach Kurländische Güter-Chroniken N.F., Mitau 1890-1895, Beilage Nr. 14, dort nach neuerer Abschrift.
Überlieferung:
B: neuere Abschrift
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Unsere freuntliche dienste und wes wir sunst mehr liebs und guts vermugen jeder zeit zuvor. Hochwirdigster durchleuchtigster hochgeborner fürst, inbesonder geliepter her und freuntlicher nachpar. Als dann wir unlangst auff E. L. furbitlich schreiben in sachen deß erntvesten unsers lieben getrewen Johansen von Plettenbergk jegen die wirdige ebtissin zu Riga und ire capittell dem erwirdigen und achtbaren unserm liebenn andechtigen hern landmarschalck zu Lieffland in bevelich gethon, denselben Johann von Plettenbergk in unserm nhamen anzuzeigen, der auffgerichtedenn grentzordnung zuwider die ebtissen nicht zu molestiren ader in vorgeblichenn uncostenn zu furen, sondern von der gesetzten tagleistung abzustehen [...] also ist in dato gemelter Plettenbergk mith etzlichen seinen alten briefen, mith den und andernn behelff ehr sein ansprach und recht kegenn das convent außzufurenn vermeint, bey uns erscheinen und nach zeigung derselben mith unterthanigkeit gebetenn, wir wollten nicht allein den vom herrn landtmarschalck angesatztenn vorbescheit beider theile seinen furtgank gewinnen lassenn, sondern auch darob sein, das die ebtissinn auff dieselbe zeit, nemlich denn XIIII tag vor Johannis, den 10 junii, auff den streitigen orterenn mith iren alten brieven, uff welliche sich Plettenbergs brive sonderlich ziehen, iren vormeinten besitz und grentz zu vorteidingen und zu beweisen erscheine, und entscheidts gewarte. Dan das ehr, Plettenbergk, eine nidere zeit annhemen solte, were uber andere auß dießer ursachen im beschwerlich, das ehr nu seine freuntschaft, die im weit entsessen, dohin vertaget, auch sonst uncostenn daruff gewannt, dis ehr ohne grossen beschwerlichen schaden nicht zuruck stellen konte etc. Weilen wir dann solichs des unsern pitten allenthalben nicht unzimlich achten und diesen sowoll allenn andern beschwerungen gerne abgeholffen, auch menniglich zu seinem be[...]gten verholffen sehen wolten, haben wir demselben stadt finden lassen und pitten E. L. gantz freuntlich, die wolten beiden theiln zu gut der ebtissin anzeigen lassen, sich des vorbescheids nicht zu eusserenn oder zu beschwerenn, sonder auff angeregte zeit mith jegennbeweiß und alten briefen auff den orternn, dar die sache gewant, [...] sich selbst oder durch iren gefulmechtigten anwalt zu erscheinen unde geborlichen entscheidts zu gewarten. Welichs wir uns zu E. L. ohnzweifelich vorsehen und ire freuntliche beandtwortung zum schleunigsten gewartten wollen, daß vordinen wir in allen muglichen gerne und bevelen E. L. dem lieben Gott, in friedtlicher regierung lange zeit gesunth zu fristen. Datum auß Wenden donnerstages nach Exaudi anno etc. LIIII. Heinrich von Galenn, meister Teusches ordens zu Lieffland.
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pressureTextabdruck nach KGChr. N.F. Beilage Nr. 14.