Kurland Property Records

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Bauer050

Bf. Burkhard von Kurland beurkundet die Grenzbestimmung in Zerrenden zwischen seinen Domherren und dem Goldinger Komtur Detmar. Weißenstein, 1301 Jan. [4]
Grenzbegehung Text nach A. Bauers Abschrift von deutscher Übersetzung des 14. Jahrhunderts (Goldinger Kopialbuch) (B).
Überlieferung:
aus B: dt. Übers., um 1340
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Wi bruder Borchart, von der barmherticheit Godes eyn bisscop to Curlande, schriven al dengenen, die dessen brief sien of horen lesen, heyl in unsen heren Jhesu Cristo. Sint dat die menschlike danck also gelidende unde vallende is, so is nut, dat man die ding, die in der tiit geschehen, dat man die mit tuge der brive unde ingesigele ewich make. Hirumme so sollen weten alle dieghene, die dessen brif sien of horen lesen, dat wi gemaket hebben die schedunge der lande in den termpten to Cerenden mit den dumheren unser kirken von eyner wegen unde broder Detmar, commendure kumpthur C to Goldingen, mit sinen broderen von andere wegen unde die vaste unde stede hebben, unde dieselve wil wi untobrekeliken hebbin unde C ewelike halden. Dit is die schedunge: die alde wech, dar man geit von Goldinghen to dem heligen holt to Aralden, unde beneven demselven holt nider to gande nach den crucen unde teichen, die darselves gemaket unde gesat sin. Vortmeir unse lude von Zerenden, die sollen hebben vri orlof hoy to slaen mit den luden der vorgesprokenen broderen. Disse weren gegenwordich: her Bertolt, der prowest, her Henrich, der deken, her Johan von Sabele, broder Herder, unse voghet, broder Johan von Gladeke Gladenbeke., broder Reymbert unde andere vil getruwer lude. In welike getuchnisse so hebbe wi unse ingesigele an dissen brief gehangen. Gegeven to Wittensteyn under den jaren unses Heren Jhesu Christi C dusentdriehundertundeeyn jar in dem harden mande.
comment
pressureDie bischöfliche Ausfertigung der Grenzurkunde wird noch in einem in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstandenen Verzeichnis des Kurländisch herzoglichen Archivs als vorhanden aufgeführt, wurde dann aber 1621 aus Mitau nach Schweden verbracht, wo sie vermutlich später verlorenging, vgl. Marburg, DSHI 540 KHA, Baltische Archivfilme C2: Alte und neue Consignationen Nr. 30 (ehem. Riga, StaatsA., Kurl. Herzogl.A. Nr. 294/1992, lfd. Nr. 2292) und Schirren Nr. 2005 S. 133 Nr. 174. Vgl. die Gegenurkunde des OM. Gottfried Rogge von 1301 Jan. 4 (Bauer 51). Textgrundlage ist A. Bauers Abschrift aus dem Goldinger Kopialbuch (B). Namensvarianten der späteren Überlieferung C im Vergleich zu A. Bauers Abschrift wurden stets verzeichnet, sonstige Abweichungen nur insofern sie erheblich erschienen.