Music Collection of the Herder Institute

Musiksammlung
Beispiel einer Notenhandschrift aus der Musiksammlung

Die Musikwissenschaftler Elmar Arro und Fritz Feldmann bauten den rund 15.000 bibliografische Einheiten umfassenden Bestand der Musiksammlung in der ehemaligen Forschungsstelle für Musikgeschichte des Johann Gottfried Herder-Forschungsrats auf, die sich zunächst in Kiel, dann in Hamburg befand. Nach der Pensionierung Fritz Feldmanns im Jahr 1973 erhielten wir diese Sammlung, stellten sie gesondert auf und haben sie anfangs mit Projektmitteln der DFG, später mit eigenen Mitteln elektronisch katalogisiert und inhaltlich erschlossen.

Die Sammlung geht in ihrer regionalen Ausrichtung über das engere Sammelgebiet Ostmitteleuropa hinaus und umfasst musiktheoretische Werke und Noten aus allen Regionen Osteuropas. Ein nicht unerheblicher Teil bezieht sich auf die historischen deutschen Ostgebiete, unter denen Schlesien eine dominierende Stellung einnimmt.

Gesamtausgaben und Partituren

Bei den slawischen Notenmaterialien sind insbesondere die Gesamtausgaben von Chopin, Dvorák, Cajkovskij, Rimskij-Korsakov, Prokof'ev und Medtner sowie zahlreiche (handschriftliche) Partituren erwähnenswert.

Viele weitere Komponisten sind mit einer größeren Zahl von Kompositionen vertreten. In der musiktheoretischen Sammlung mit ca. 7.000 Titeln finden sich viele in deutschen Bibliotheken selten oder gar nicht anzutreffende Abhandlungen.

Der Nachlass von Fritz Feldmann enthält überwiegend Akten der Forschungsstelle für Musikgeschichte (Hamburg).

Umfangreiches Material liegt vor zum Reichssender Leipzig (1936/1938-1940). Es handelt sich um insgesamt 71 Archivboxen mit Korrespondenz mit Hörern, teilweise alphabetisch sortiert, teilweise gekennzeichnet mit LA (= Liedarchiv). Die hand- bzw. maschinenschriftlichen Höreranfragen und -zusendungen und deren Rückantworten durch den Sender betreffen v.a. die Produktionen „Neue Soldatenlieder“, „Die Wehrmacht singt“ und „Soldaten-Kameraden“. Letztere rief im Oktober 1939 bei einer Höreraktion speziell die Soldaten („an der Front und in der Heimat“) auf, (eigene) Lieder (Texte und/oder Melodien) und „heitere“ Erlebnisse einzusenden, die dann bearbeitet und gesendet wurden.

Umfangreichere (Teil)Nachlässe von Komponistinnen und Komponisten vorwiegend aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts enthalten u.a. Notenmanuskripte, Manuskriptkopien, Werkverzeichnisse, Briefe, Druckfahnen und Fotos.

  • Lubrich, Fritz (ca. 4 Archivboxen)
  • Ludwig, Franz (4 Mappen)
  • Mach, P. Constantin (1 Mappe)
  • Marcus, Hellmut (1 Mappe)
  • Marschner, Franz (4 Mappen)
  • Mihalovich, Ödön Peter van (1 Mappe)
  • Möhring, Adalbert (1 Mappe)
  • Naprstek, Gertrud (1 Mappe)
  • Nowowiejski, Feliks (1 Mappe)
  • Oettingen, Elsa von (1 Mappe)
  • Raßmann, Richard (1 Mappe)
  • Ridil, Christian (1 Mappe)
  • Rietz, Johannes (1 Mappe)
  • Ritter, Alexander (1 Mappe)
  • Rudnik, Wilhelm (1 Mappe)
  • Rund, Zdenko Karol (1 Mappe)
  • Schliepe, Ernst Heinrich (4 Mappen)
  • Schlüter Ungar, Hanns (1 Mappe)
  • Schoetschel, Fr. Karl (1 Mappe)
  • Schultz-Adaiewsky, Ella von (40 Mappen)
  • Seidel, Fritz (1 Mappe)
  • Sigmund, Oskar (10 Mappen)
  • Simbriger, Heinrich (7 Mappen)
  • Strecke, Gerhard (4 Mappen)
  • Stuiber, Paul (1 Mappe)
  • Toepler, Alfred (1 Mappe)
  • Veit, Wenzel Heinrich (1 Mappe)
  • Voelkel, E. A. (2 Mappen)
  • Wapenhensch, Wilhelm (12 Mappen)
  • Westerman, Gerhart von (1 Mappe)
  • Wirbach, Martin (1 Mappe)
  • Wolff, Traugott (3 Mappen)
  • Woyrsch, Felix (1 Mappe)
  • Woytowicz, Boleslaw (1 Mappe)