Urkundentext: erg0017

OM. Heinrich von Galen belehnt Hermann von Monnickhusen und seine Erben aus der Ehe mit Clara Greßegall mit 1 1/2 Haken Landes im Kirchspiel Frauenburg und einem weiteren Stück Landes in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht. Wenden, 1555 Jan. 24
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 387; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 444
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Wir Heinrich von Galen, meister Teutzssches ordens zu Leifflandt, thun kundt, bekennen unnd botugenn in unnd mit dussem unserem apenen vorsiegelden brieve vor mennichlich, dath wy mith consent, willen unnd vulborde unnser wirdigen mitgebiedigere Hermen von Monnickhusen unnd allen sinen rechten waren erven, so ehr vorhin mit Claren, siner itzigen hußfrawen, getuget unnd vordan mit der ertzeugen unnd bekommen mochte, gegunt, gegeven unnd vorlehenet hebben alß wy ehnen hirmidt gunnen, geven unnd vorlehenen anderthalven haken landes, im kerspell thor Frowenborch unnd in diser nhaboschrevenen scheidunge bolegen: int erste den halven hacken ahnthogaende uth dem molendicke jegen Bringen gesinde, genhomet Putter Jan, die molenbecke up tho gaende ahn ein moeßgebrogkte, dem moeßgebrockte tho folgende an die Gaikopsche becke, die Gaikopsche becke tho volgende ahn des olden schmedes sin landt, in die Frouwenborgesche sehe, darinne wie ehme unnd sinenn erven frie fischerie tholathen, die sehe dale tho gaende beth an die grufft, die gruft up tho gaende ahn einen stein mit einem creutz, von deme steine strack aver dat veldt an einen andren stein, getekent mit thwen crutzen, unnd so vorth aver dat veldt bet ahn die vorbenomde stede, dar men ersten ahngeit, gegen Brineken gesinde aver
unnd die hele hacke, genhomet Lieben landt, an ackertale unnd hoyschlegen, wo dat olders herr Tampe unnd darnha Wilhelm Schmit unnd Klare Gresegal gebruket unnd boseten, liggende, wo dat die olden brieve klarliken nha bringen. Noch gunnen, geven unnd vorlehenen wy gemelten Herman von Monnickhusen unnd allen sinen rechten waren erven ein stucke landes in volgender schedinge belegen: anfencklich ahn der Geieken becke, dar eine kule gegraven is, die Gaieken becke up tho gaende bet an ein gebrockte, Plattin purbe genant, deme gebrockte langest tho volgende beth an einen stein, mith einem creutze getekent, van deme steine baven dem seheken Ihmall, durch dat Ihmalsche gebrockte aver eine heide in die Rauen strate, der Rauen strate dael tho volgen beth an die Ilsesche sehe, dar ein klein boem mit einem creutze getekent steit, deme oever lengest die sehe unnd der klenen unnd groten Lueknen, ock der Brotzsischen sehe langest dem oever tho volgen beth an die becke Wersatt, van der munde der Wersatt bet an einen boem, mit einem creutze getekent, van dem boeme tho einer kulen unnd so vorth die heide der Wersatt tho volgen bet an die vorbenomde kulenn, dar sick die scheidinge anfinck
idoch weß darsulvest nedden up der Wersatt ahn hoischlegen tho rumen, ock alle hoyschlege, so unser buren oldinges in der schedinge hebben, vorbeholden
die vischerien in der sehe sowol des winters alß des sommers sal ehr sick nicht wider, den weß ehr mit klene netten, stafwaden unnd korven geneten [kann], anmhaten ader gebrueken, in der becken averst keine wehren aver alle tho schlaen mechtich sin
sodane landt vortahn mit aller thobehoerung, nuth unnd bekwemicheit, wo die genomet sin ader genomet mogen werden, alse an ackeren geradet unnde ungeradet, hoyschlegen, wesen, weiden, vehedrifften, holtingen, buschen, watheren, sipen, sehen, honnichbeumen, honnichweiden, vischerien, vogelien unnd allent, wor gedachte Hermen von Monnickhusen unnd alle sine rechten waren erven mogen recht tho hebben, tho besitten, tho gebrueken unnd tho beholden frey unnd fredesamlich nha lehengudes rechte tho ewigen tiden. In urkundt unnd mehrer bevestigung der warheit hebben wy Heinrich, meister obgemelt, unser ingesiegel rechtes wetendes unden an diessen brieff laten hangen, der gegeven unnd geschreven tho Wenden donnertags nach Fabiani et Sebastiani nach Christi unsers heren gebort dusentfunffhundert darnach im funffunndfunffzigsten jare.(?)