Urkundentext: Bauer497

OM. Wilhelm von Fürstenberg gewährt dem Rudolf Steinrath, seinem Bruder Johann und ihren Erben in des sel. Johann Lambsdorfs Gütern und all ihrem sonstigen gekauften und von LM. Christoph von Neuhof gen. von der Ley gegebenen Besitz das Gesamthandrecht, jedoch unter der Bedingung, daß Rudolf oder Johann sich mit der Tochter des Johann Lambsdorf, Clara, verehelichen sollen. Wenden, 1558 Apr. 5
sonstige Urkunde (Gesamthand)
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Marburg, Hess. StaatsA., Sammelstelle für baltendeutsches Kulturgut, Archiv Posen, Brfl. Groß-Iwanden (12 Urkunden)
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Wir von Gottes genaden Wilhelm Furstenberg, des ritterlichen Teutschenn ordens meister zu Lifflanndt, thun kundt, bekennen unnd betzeugen inn unnd mit diesem unseren offenen versiegelten briefe vor jedermenniglichenn, nachdem der hochwirdig großmechtig furst unnd herr, herr Heinrich von Galen, weilandt gottsahliger und milder gedechtnuße unser geliebter vorvatter, Rudolffen Steinrate sahligen Johann Lamstorpen guther, im gepiete Goldinngen und Tuckum belegen, gegunt und gegeben, das ehr sich mit bemeltes Johann Lamstorpen dochter Claren darauff verehligen solte, wie wir ihme auch nachfolgendes inn geleicher gestalt damit verlehnet unnd ehr uns unnd unsern orden seine gebuhrliche eideßpflicht darauff gethan
alß habenn wir ihme und seinen bruder Johann und dero beidenn erbes erbenn midt consent, wissen unnd willen unser erwirdigen hern mitgepietigere gegunt unnd zugelassenn, gonnen, geben unnd verlehnen auch dieselbe beiden gebrudere, dero erbenn und nachkommen, das sie inn sahligenn Johann Lamstorpen guthere und all den ingekaufften landen, so ihme der wirdig unnd achtbar unser lieber andechtiger herr Christoffer vom Newenhöffe, genandt von der Ley, landtmarschalck zu Lifflanndt, innhalts siegell unnd briefe, darzu mit unserem wissenn und willen gegeben unnd die beiden gebrudere an sich bringenn, die samende hanndt mit all derselben freiheit unnd gerechtigkeit, nichts daraus geschlossenn, welch sie, ihre erbenn unnd nachkommen habenn sollenn zu ewigen zeiten
idoch also bescheidentlich, daß Rudolff oder Johann Steinradt, gebrudere, sich mit bemeltes sahligen Johann Lamstorpen dochter Clarenn verehligen sollen. Unnd im fall, sie eß nit thun wurdenn, soll die jungfrow bei ihre vetterliche erbe pleiben, sich mit einen andern unsers ordens underthanen mit unserem wissen unnd willen darauff zu verandern, doch daß die gebrudere auff geburliche erkentnuße guther leuthe darumb befriediget mugen werdenn innhalts der Honnichaußischen Monnichaußischen und in diesem Fall vermutlich bezüglich auf Ernst von Münchhausen, 1535-1544 Komtur von Goldingen, gest. 1550. Vgl., wenn auch in anderem Zusammenhang, Bauer 506. vereinigung, wie imgeleichen der jungkfrawen mutter, Margareta Buttlers, sahlige Johann Lamstorpen nachgelassene wittwe, ihr gesatzte leibgeding und begifftigung innhalts eines testaments, daß wir auch hiemit confirmiren unnd bestettigenn, soll genießen, und sich die Steinradte des bemelten Lampstorpen guthere nach solchem abtrag nit weither bekummeren, besondern sich alleine deß uberigen gegebenen und ingekaufften gutes inn der samende handt sollenn zu erfreuen haben. Deß inn urkundt habenn wir Wilhelm, meister obgemelt, unser inngesiegell rechtes wissens unten ann diesen brieff hanngen lassenn, welcher gegebenn unnd geschrieben zu Wendenn nach Christi unseres hern heilandes geburth im funfftzehennhundertunndachtunndfunfftzigstem jahre denn funfftenn tagk deß monats Aprilis.