Urkundentext: Bauer495

OM. Wilhelm von Fürstenberg belehnt Everdt Heitken und seine Erben mit einem Gesinde namens Marten Rosan in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht. Wenden, 1558 Sept. 15
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus B: von dem öffentl. Notar und Mitauer Gerichtssekretär Godefredus Fabricius begl. Kop
Material: Pap.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 404; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 459
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Von Gottes gnaden wir Wilhelm Fürstenberch, meister Teutzen ordens in Lyffland, thun kundt, bekennen und bezeugen in und mit krafft dieses unsern offenen versiegelten briefes für jedermänniglichen, das wir mit consent, wißen, willen und volwordt unserer erwürdigen herren mietgebietiger gego^ent, gegeben und verlehnet [haben], wie wir dan hiemit gönnen, geben und verlehnen Euerdt Heitken und allen seinen rechten waren erben ein gesinde mit nahmen Marten Rosan, der in dieser nachfolgenden scheidunge wohnet: erstlich anzugahnde an der Setzische scheidunge, dar ein creutzkuhle is, da die Setzische und Euerdt Heitkens seine scheidunge aneinander gehet
de Setzische scheidunge endtlangs bis an ein siepe, de Lautzit genandt
dz siepe af zu gahnde bis in ein gebrüchte und so fort durch das gebruechte, bis dar die Melne uppe entspringet, dar die Selburgsche und Euerd Heitkens seine alte scheidung aneinander kumbt
und was der genante Rosan sonst an strewlanden und hewschlegen außwendig dieser scheidunge hat und vorhin gebrauchet
mit aller zubehoerigen gerechtigkeit, nutz und beqwemigkeit an ackern gerödet und ungerödet, hewschlegen, höltzungen, viehedrifften, vischereyen, buschen, byrßen, siepen, seehen, honnichweyden und allem, worzu bemelter Heitken und alle seine rechte ware erben mügen recht zu haben, hinfüro zu besietzen, zu genüßen, zu gebrauchen und zu behalten nach lehnguts recht frey friedtsam zu ewigen zeiten. Uhrkundtlich haben wir Wilhelm, meister obgemelt, unser insiegel wißendlich an diesen brieff hengen laßen, der gegeben zu Wenden donnerstags nach Marien geburt anno im achtundfunfftzichsten jahre. L(oco) S(igilli) pensil(is).(?)