Urkundentext: erg0045

OM. Gotthard Kettler belehnt Aloff Vellungck und seine Erben mit einem Stück Landes und den Gesinden darauf an der Sussey im Gebiet Dünaburg in beschriebenen Grenzen sowie mit zwei weiteren Gesinde an der Düna, zu Lehngutsrecht. Riga, 1559 Sept. 13
Lehnsurkunde Text nach F. v. Klopmann, Kurländische Güter-Chroniken Bd. 1, Mitau 1856, S. 298 f. Nr. 45.
Überlieferung:
Z:
Varianten und Anmerkungen aus Varianten ein Anmerkungen ein Varianten und Anmerkungen ein
Vonn Gottes gnaden wir Gottardt, meister Teutsches ordens zu Lieffland, thuen kundt, bekennen undt bezeugen in undt mit diesen unsern offenen versigelten briefe vor uns, unsern nachkommern undt gantzen ritterlichen Teutschen orden zu Liefflandt, das wir dem ehrnvesten unserm lieben getreien Aloff Vellungck undt allen seinen rechten wahren erben umb seiner langen getreien dienste willen, die er uns undt unsern orden gethan undt noch hinführo thun kann undt magk, gegennt, gegeben undt verlehnet haben, wie auch hiemit ihm undt allen seinen rechten wahren erben kraft dieses gennen, geben undt verlehnen ein stuck landes mit seinen gesünde in nachfolgender grentz undt scheidunge belegen im gebiete Dünenburgk: Anfänglich in der beche genandt Sußey an dem orte, dar ein siep undt feuchte darumlauft, darbey ein eichenbaum mit einem kreutze verzeichnet, dor auch ein kreutzkuhle bey ist, deß siep auf zu gehen bis an einen alten wegk, dar ein kreutzkuhle bey ist, von dar den weg auf die rechte handt an einen eichnen baum mit einem kreutze, undt dar den weg langst über einen andern hellen weg, dar eine kuhle bey, von dar zu gehende bis an eine siepe auf zu folgen, bis dar es aus einem gebruchte feldt, genandt das Ackenische purwe, demselben moßgebruchte zu folgen biß umb den Leipholm und paur szall, dar eine beche, genandt die Mißmon, daraus fleust undt die scheidinge der gebiete Dunenburgk undt Seelburgk ist, der beche ab zu folgen, bis dar sie in Sußey leuft, die Sußey auf zu gehen bis an den ort, darinnen angefangen hat. Noch gennen, geben undt verlehnen wir ihme undt allen seinen rechten wahren erben zwey gesinde an der Duna gelegen mit nahmen Sticla Nambßla undt Jurgen Cannßen bis auf die Duna undt nu an die beche genanndt Silley, wie sie ferner in ihren grentzen undt scheidungen gelegen seyn, mit all ihrer landen, zubehorungen, nutz undt beqwemheit, wie die genandt sein oder genannt mögen werden, als an acker geradet undt ungeradet, hewschlegen, wiltnißen, holtzungen, buschen, brüchten, sipenn, sehen, wiesen, weiden, honigbeumen, honigweiden, viehtriften, teichen, demmen, sipenn, fischereyen, vogeleien, kaufmanschaften, krügeriges, undt die beche Mißmon auf beiden seiten zu gebrauchen undt zu genutzen undt sonst alles, vohr gemeldeter Aloff Velungk undt seine rechte wahre erben mügen recht zu haben, nichtsnicht ausbescheiden, forthan zu haben, zu besitzen, zu geniessen undt zu behalten frey undt fridsamlich nach lehenguttes rechte zu ewigen zeiten ohne gefahr. Das zu urkundt haben wir Gottardt, meister obgemeldt, unser insigell wißentlich unten an diesen brieff hangen lassen, der gegeben undt geschrieben ist zu Riga den 13 Septembris nach Christi unsers herrn undt heylandts geburt tausendtfünfhundert undt darnach im neinundtfunftzigsten jahre. Gottardt meister.
Bemerkungen
DruckTextabdruck nach KGChr. 1 S. 298 f. Nr. 45.