Urkundentext: erg0330

Heinrich Rumell überläßt dem Hermann Keyserling und seinen Erben 3 Gesinde in Duppeln und Zchelde, wofür dieser sich verpflichtet, Heinrich Zeit seines Lebens jährlich 2 Mark Rigisch zu zahlen und ihn mit allem zu versorgen. o. O., 1496 Dez. 21
Besitzabtretung Text nach Kurländische Güter-Chroniken N.F., Mitau 1890-1895, Beilage Nr. 30, dort nach moderner Abschrift.
Überlieferung:
B: Abschrift Woldemars
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Ich Hynrick Rumelle bekene und betuge yn dusser uytgesnedener tzedelen voir my und alle myne rechten erven und aenerven und voir alle deghene, dey dusse tzedelen werden zeyn, hoern oft lezende, geystlick oft wertlick, von watter werdicheit sey syn, dat ik my goutliken wol hebbe verdragen myt woel voirbedachten moyde und vryggen wyllen mit Hermann Keserlinck und synen rechten erven [und] aenerven, und em wedder gelaten dey drey gesynde tho Duppelen Verzeichnis Arbusow hat Dupple und Zchelde Verzeichnis Arbusow hat Zschelde qwyet davor em irrtümlich wiederholt alle aenspraecke, dey ik oft gemendt van mynet weghen hebbe oft krygen worde van myns vaderlicken erven wegen [...] Hermann Keserlinck yn kraeft dusser tzede[le]n Hinrick Rumellen alle syne daghe lanck alle yaer twe mrc. Rygezsche, eyn op paezschen, dey ander op medewyntter, bysunder dyth yaer zal ik em geven 2 mrc. op medewyntter und 2 mc. op paezschen, und als dan voertaen alle yaer twe mrc. op tiit vorbeschreven. Vaert zo wyl ik em geven eyn perdt und voderten lykest myne perde und eyn gude herberge myt eym zschorsteyn haelden em, besorghen myt holte, zoveyl hey des behovet, und em geven cleder und lynen cleder, laken, etthen und dryncken, zo my dat Got verleendt. Hey my deshalven nicht zal beschuldigen, und yst zake, hey kranck wert, so wyl ik em eyn maghet haelden yn syner herberge, em redelicheyt to doende, so lange wynt yt bett wert
und yst zake, dat Got dat syne by em doet, so wyl ik em syn kerckrecht doen, als sick dat geboert. Hyr hebben aen und over gewest guder luede genoich, myt naemen Gert Rumelle, Roleff van Leneppe, Hans Yoede, Clawes Huickeman, Johannes Gerlaci, yn der tydt kerckher tho Durbben. Dusses tho eyn vaster tuygnisse der waerheyt aller vorgesehreven punte, so hebbe wy Hinrick Rumelle und Herman Keserlinck semptliken gebeden dey twe guden mans, als Gert Rumellen und Roleff van Leneppe, lantknechte yn der tydt thom Durbben, sey davor gebeden irrtümlich wiederholt ere aengebaern zegelle wyllen drucken oppe dusse twe uytgesneden tzedelen, dorch dat a b c entwegesneden. Des wy Gert und Roleff dan en kenen [] und hebben dat gerne gedaen umb beede wyllen beyder partye und hebben unse aengeboern zegel wytliken beneden Hermans zegel lathen drucken, dat dan gescheyn ys up sunte Thomas dach des hilligen appostels int yaer nae Godes geboert, do men screff dusentveyrhonderttsechundnegenttich.
Bemerkungen
DruckDie erste Belehnung der Familie Keyserling im Gebiet von Duppeln (und Okten?) soll auf das Jahr 1492 zurückgehen (vgl. Bauer 389, ggfs. als Anmerkung hierher). Textabdruck nach KGChr. N.F. Beilage Nr. 30.