Urkundentext: erg0280

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Thonies Bomcke, seine Ehefrau Katharina und ihre Erben mit einem Stück Landes im Gebiet Bauske, Libettenland genannt, in beschriebenen Grenzen zu Lehngutsrecht, wofür Thonies dem Orden Pferd und Harnisch halten soll. Wenden, 1527 Mai 7
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 267; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 293
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Wye Wolther vann Plettenberch, meister Duitzsches ordens tho Lifflande, doin kund, bokennen unnd botugenn inn unnd mith dussem unserm apenenn vorsegeldenn breve, dath wie mit willenn, rade unnd fulbord unser erßamen medegebedigere Thonies Bomcken, Katharinen, ßiner elichenn huisfrouwenn, unnd alle erenn rechtenn warenn ervenn gegevenn, gegund und vorlenth hebbenn, als wie inn krafft dusses unsers apenenn breves gevenn, gonnen und vo[r]lenen ein stucke landes, Libettenn land genomedt, im gebeide thor Bowssenburch unnd inn dusser nhaboscrevenn schedinge bolegenn: int erste uth der Semegaller Aa einenn gravenn up [th]o gaende bith an einenn hoigßlach, vorth [.]rustinge []% erster und dritter Buchstabe unklar, vielleicht Crustinge oder möglicherweise Ernstinge ßine schedinge entlanges tho gaende beth ann [S]notin ßinem lande, vorth bonevenn Snotin ßinem lande langes Libittenn lande umb tho gaende, w[e]der inn die Semegaller Aa, vann Slochmans bode bode = kleines Haus, Baracke, Verkaufs- und Arbeitsbude de Boiessche becke up tho gaende beth jegenn Sienell ann eine kule, ßo vort van kulenn tho kulenn aver ein velth vor ein gebrockede, tho rechtenn durch dath gebrockede an einen groten stein, vann deme steine tho rechtenn ann eine strowte, dar eine [k]ule gegraven is, vann der kulenn tho rechtenn vann kulenn und crutzen bith inn die Ießlitze ann Matis Hower ßine schedinge, ßo varth weder entlange[s]% im Knick des Pergaments Matis Houwer ßine schedinge tho gaen[de]% im Knick des Pergaments an ßlochmans bode up de Kowssche becke
noch achtundtwintich loep stede Libittenn land inn der Lettesschen pagesth bolegenn
mith aller thobehoringe, nuth und boqwemicheit, als ann ackernn geradeth und ungeradeth, hoigßlegenn, weidenn, vhedrifftenn, holtingenn, woldenn, busschen, waterenn, seenn, sipenn, birsen, beckenn, honnichboemen, honnichweidenn, visscherienn, vogelienn und alleth, war Thonies, ßin elicke huisfrowe und alle ere rechtenn warenn erven mogenn recht tho hebbenn, nichtsnicht buten boscheiden, vordann tho boßittenn, tho boholdenn und tho gebruckenn frig und fredeßam tho ewigenn tidenn nha leengudes rechte. Des ßall he uns und unserm ordenn perde und harnisch tho holden vorplichteth ßin. Thor orkunde und bovestunge der warheith hebbenn wie Wolther, meister bovengemelth, unse ingesegell witlick ann dussen breff laten hangen, de gegeven und gescreven up unsers ordenns hause Wenden dinxtages nach Misericordias Domini im viffteinhundersten und sevenundtwintigsten jare.(?)