Urkundentext: erg0252

Papst Alexander IV. erneuert die Privilegien des Zisterzienserinnenklosters St. Jakob zu Riga und bestätigt dem Kloster seine Besitzungen, darunter den Besitz im Dorf Paepolde[{\em Groß-Jungfernhof 27 km w Kokenhusen, am rechten Ufer der Düna}], das Land bei dem Fluß Düna[{\em Klein-Jungfernhof 1 km südl. Groß-Jungfernhof, am linken Ufer der Düna}], 50 Haken[{\em Jungfernhof 4 km w Bauske}] in Upemelle[{\em Upmale, semgallische Landschaft zwischen Kurl. Aa und Düna südl. der Stadtmark Rigas, bis über die Memel hinausreichend}] und 100 Haken in Semgallen in Sascegele und Serpen[{\em Laut LGU 1 S. 30 Anm. 2 wohl Jumpraweeten 20 km ssö Frauenburg, an der Grenze des 1254 dem Rigischen Domkapitel zugefallenen semgallischen Burggebiets von Dobene zu dem Wildnisgebiet zwischen Schrunden und Semgallen gelegen, Name von lett. jumprawa = Jungfrau, weeta = Wohnstätte, dagegen laut A. Bauer, Semgallen und Upmale in frühgeschichtl. Zeit, in: Baltische Lande Bd. 1, Leipzig 1939, S. 328 mit (einem Gesinde?) Jumpravnieki Gemeinde Neuenburg in Zusammenhang zu bringen.}]. Anagni, 1260 Febr. 13
sonstige Urkunde Gedruckt Livländische Güterurkunden Bd. 1, Riga 1908, Nr. 27 nach beglaubigter Kopie des 16. Jahrhunderts.
Varianten und Anmerkungen aus Varianten ein Anmerkungen ein Varianten und Anmerkungen ein
Alexander IV. bestätigt den Zisterzienserinnen unter anderem decimas, terras, possessiones, prata, nemora et pascua, quae habetis in villa, quae dicitur Paepolde, terram, quam habetis prope fluvium, qui nominatur Duna, quinquaginta mensuras terrarum, quae unci vulgariter nominantur, [...] in loco, qui Upemelle nominatur, centum uncos in Semigalia in locis Sascegele et Serpen Sastegele et Serpen in einer Supplik des Klosters von 1431 Nov. 17 (LGU 1 Nr. 263 vulgariter nominatis, cum pratis, terris, nemoribus, usuagiis et pascuis, in bosco et plano, in aquis et molendinis, in viis et semitis, et omnibus aliis libertatibus et immunitatibus suis. [...]
Bemerkungen
DruckFür einen neueren Textabdruck s. LGU 1 Nr. 27. Die Urkunde ist auf weite Strecken gleichlautend mit der früheren päpstlichen Bulle von 1255 Aug. 2 für die Zisterzienserinnen, worin allerdings nur von je 50 Haken Landes in Semgallen und Opemelle die Rede ist (LGU 1 Nr. 23, im Auszug; Sen={a}s Latv. v={e}st. avoti 2 Nr. 420).