Urkundentext: erg0234

OM. Johann von der Recke belehnt Dionysius Brunnow und seine Erben mit dem nachgelassenen Hof und den Gütern des seligen Bartholomäus Benthem, Friedrichs Sohn, im Gebiet Zabeln sowie mit freier Holzung in den Gebieten Kandau und Goldingen und freier Fischerei in der Abau ober- und unterhalb von Zabeln, alles zu Lehngutsrecht. Wenden, 1550 Sept. 12
Lehnsurkunde
Überlieferung:
aus A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 383; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 414
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Wir Johann von der Recke, meister Deutsches ordens tho Lifflant, doen kundt, bekennen und betugenn in und midt diesem unserem apenen vorsiegelden brieve vor idermenniglich, dat wy mit willen, consent, rade und vulbordt unser werdigenn herren mittgepietigeren Dionisio Brunowen und alle seinen rechtenn waren erven gegundt, gegeven und verlehnet hebben als wir ehnen ock hirmit crafft diess brieffs geven, gunnen und vorlehnen seligen Bartholomeuss Bentems, Friderichs sohne, nagelaten hoff und gudere, im gepiete Zabell belegenn, sampt allen darup sprekenden siegelln und brieven, glick und in aller maten, gedachter Benthen seliger und sein vader sodane hoff und guder ingehat, besethenn und gebruket hefftt, und weß gemelter Dionisius Brunow und seine rechte waren erven mit hebbenden siegell und brieven und die Benthem uttenhalve dersulvenn in besit, gebruck und wehren gehatt, ock sunst mit rechte an sich brengen kunnen, hirtho freie holtinge an buwe- und berneholte uth den gebiedenn Candow und Goldingenn, wur ess ihme gelegen, ock frie visscherie in der Abow benedden und baven unsers ordens hause Szabell an beiden overen
gedachten hoff und gudere mitt aller thobehorunge, nuth und beqwemigkeiden, wie die genomet sein ader genuhmett mugen werden, alss an ackeren geradet und ungeradett, hoischlegen, wesen, weidenn, vehedrifftenn, holtingen, birsen, busschen, wateren, beken, stouwingen, sipen, sehen, honnichboemen, honnigweiden, jagtenn, visscherien, vogelien und alles, wur Dionisius Brunow und seine ervenn recht tho hebben mugen, nichtsnichts buten bescheiden, vorthan tho hebben, tho besitten und tho gebruken nach lehenguts rechte tho ewigenn tiden. In urkundt und mehrer bevestigung der warheit hebben wir Johan, meister obgemelt, unser ingesiegele rechtes wetendes unden ahn diesen brieff hangen latenn, der gegeven und geschreven tho Wendenn freitages nach nativitatis Marie nach Cristi unsers herren und heilant geburtt funffzehenhundertt unnd darnach in dem funfftzigstenn jare etc.(?)
Bemerkungen
DruckDionysius Brunnow, ein Bruder des Michael Brunnow, diente den OM. Hermann von Brüggenei und Johann von der Recke als Sekretär und war 1554 vermutlich schon Ordensrat, vgl. L. Arbusow, Livlands Geistlichkeit, in: JbGen. 1911-1913 S. 35. Der Belehnung Brunnows ging ein Rechtsstreit zwischen dem Kandauer Vogt Heinrich Wolf und Dionysius Brunnow voraus, der 1549 Febr. 19 beigelegt wurde (Erg. 578).