Urkundentext: erg0118

OM. Wolter von Plettenberg belehnt Ludwig Buttler und seine Erben mit einem Landgut im Amt und Kirchspiel Kandau in beschriebenen Grenzen, wie es früher Dirck Bedinck besaß, ferner mit 2 Haken Landes in Meisen, Mergenwalck und Strasden, wie diese früher Hermann Dumpian und danach Dirck Bedinck besaßen, und 2 Haken Landes vor dem Hof Strasden, die Sippe und Bridde besaßen, alles zu Lehngutsrecht. Walk, 1499 Sept. 11
Lehnsurkunde Text nach E. v. Fircks, Neue Kurländische Güter-Chroniken, Mitau 1900-1905, Beil. Nr. 91, dort nach der Ausfertigung.
Überlieferung:
A: Ausf.
Material: Perg.
Archiv: Riga, Hist. StaatsA., Best. 5561, Fb. 4, Akte 176; GStAPK, VIII. HA B 24: Sammlung Stavenhagen Urk. Nr. 188
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Wie broder Wolther vann Plettenberch, meister tho Lyfflandt Duitschs ordnns, bekennen unnd betugnn inn unnd vermiddelst dussem unßem openn verßegelden breve, dat wi mit rade, willnn unnd vulbort unßer ersamen medegebeidigere gegevenn unnd verlenet hebbnn szo als wi inn krafft unnd macht dusses breves gevenn unnd verlenenn Lodewich Butteler Buttelar unnd all sinen rechten waren erven sodann landt unnd landtguidt, alse dat inn ambte unnd kerspel tho Candowe inn dusser siner nabeschrevenn schedinghe ys beleghnn: int erste antohevenn ann der Pelschen becke bi denn Co^erpku^elßen weghe, dar eine kule is, van der kulen de becke up to gaende bet ann ein sprinckborn, van denn sprinckborne vort to gaende langes eyn gebroeckte, dar eine kule is, van der kulen dorch ein broeck to gaende upp eine herde, dar ein kule ys, vann dar denn sulfften gebroeckte tho volgende bet ann ein sypp, denn dael to volgende bet dar ein kule is, vann der kulen strack over to gaende bet ann einen grunt, dar ein kule ys, van dar den grunt over to treden van kulen to kulen bet an den Korpkuelßen wech, dar ein brugge over geit, geheiten de older brugghe, von den wech unnd de brugge over to treden bet an ein sypp, dennsulfften to volgende bet ann ein broeck, deme to volgende vann crucen to crucen, bet dat men wedder kompt up de Pelschen becke, de becke up to gaende, bet dat men kompt an den Korpkuelsen wech, dar de erste kule is unnd sick dusse vorbeschrevenn schedinge erst anhevet
inn aller mate alse Dirick Bedinck seliger, denn God gnade, das [so]dann lant unnd lantguidt ertides upt allervrieste gebruket unnd beseten hefft. Darto geven unnd verlenen wi deme genanten Lodewich unnd sinen rechten waren erven vorgemelt noch twe haken landes, einen halven haken to Meisen belegen, unnd einen halven haken to Mergenwalcke, unnd de ander hake landes inn velde to Stra^esßen tusschnn der lutteken unnd groten becke ann ackertael, inn aller wise gelyck als selige Herman Dompiate dusse twe haken landes tovornn unnd Dirick Bedinck darna ertides upt allirvrieste gebruiket unnd beseten hebbnn. Noeh szo geven unnd verlenen wi denn obgedachtnn Lodewich unnd all sinen rechten waren erven twe haken landes, de Sippe unnd Bridde inn er tiden plogen tho besittenn unnd to gebruiknn, vor denn hove Stradßen inn gerichte to Candowe belegen, inn allir maten alse desulvigen twe haken landes van oldinges her upt allirvrieste beseten, gebruiket unnd inn ernn schedingnn belegen syn mit allerleie tobehoringe, nutt unnd beqwemicheit, wo de genompt synt edder genomet mogen werdnn, als ann ackeren gerodet unnd ungerodet, hoislegen, weßen, weiden, vedrifften, holtingnn, wolden, busschen, birßen, broeken, waternn, beken, seen, szipen, stowingen, honichbomen, honichweidnn, visscherien, vogelien etc. unnd allent, dar Lodewich Butteler mit all sinen rechten waren erven bovengeschrevenn moghnn recht to hebbnn, nichtesnicht buten bescheidnn, vortan to hebbende, besittende, gebruikende, fry unnd vredesamlikenn to beholdende na leengudes rechte to ewighnn tiden. Dusses to orkunde unnd tuchnissen der warheit szo hebbnn wi unße ingeßegel under ann dussem breff wetentlick doen hangen, de gegevenn ys tom Walcke ann midtweknn na nativitatis Marie virginis inn jairtale na Christi geboirt, do men schreeff dusentveerhundertnegenunndnegentich.