Polnische Pläne zur Außenpolitik nach der Erlangung der Freiheit

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung wird im Juli 1944 zusammen mit der Roten Armee zur vorläufigen Exekutive in der Leitung des Kampfes gegen Hitlerdeutschland berufen

Modul
Volksrepublik Polen
Kategorien
Schlagwörter
Außenpolitik | Kommunismus
Sprache
Deutsch

Manifest des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung[1]

 

An das polnische Volk!

Polen im Land und in der Emigration!

Polen in deutscher Gefangenschaft!

 

Landsleute!

Die Stunde der Befreiung hat geschlagen. Die polnische Armee hat an der Seite der Roten Armee den Bug überschritten. Polnische Soldaten kämpfen in der Heimat. Über dem gequälten Polen wehen wieder weiß-rote Flaggen.

Das polnische Volk begrüßt die Soldaten der Volksarmee, die Seite an Seite mit den Soldaten der polnischen Armee in der UdSSR gegen den gemeinsamen Feind einen gemeinsamen Kampf unter gemeinsamen Flaggen kämpfen.

Vereinigt in einer polnischen Armee unter einer gemeinsamen Führung zum Ruhme des Vaterlandes treten alle polnischen Soldaten an der Seite der siegreichen Roten Armee zu den weiteren Kämpfen um die Befreiung des Landes an.

Sie werden ganz Polen durchqueren und in Deutschland Rache suchen, solange, bis die polnischen Flaggen in den Straßen der Hauptstadt des überheblichen Preußentums flattern, in den Straßen Berlins.

Landsleute!

Das mit den deutschen Besatzern um Freiheit und Unabhängigkeit kämpfende Volk hat seine Vertretung gebildet, sein Untergrundparlament – den Landesnationalrat. Diesem Rat gehören Vertreter der demokratischen Bewegungen an – der Bauern, Demokraten, Sozialisten, der Polnischen Arbeiterpartei (PPR) und anderer Organisationen. Dem Nationalrat haben sich Organisationen der im Ausland lebenden Polen untergeordnet, in erster Linie der Verband der Polnischen Patrioten und der von diesem gebildeten Armee.

Der Landesnationalrat, berufen vom kämpfenden Volk, ist die einzige legale Machtinstanz im Land.

Die „Emigrationsregierung“ in London und ihre Vertretung im Land ist eine selbsternannte Instanz und daher illegal. Sie stützt sich auf eine rechtswidrige faschistische Verfassung vom April 1935. Diese „Regierung“ hat den Kampf mit den Besatzern ausgebremst und mit ihrer abenteuerlichen Politik Polen in eine neue Katastrophe gedrängt.

Im Augenblick der Befreiung Polens, im Augenblick, da die verbündete Rote Armee zusammen mit der polnischen Armee die Besatzer aus dem Land treibt, in diesem Augenblick muss eine legale Machtinstanz entstehen, die den Kampf des Volkes um die endgültige Befreiung leitet.

Deshalb beruft der Landesnationalrat, das vorläufige Parlament des polnischen Volkes, das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung

als legale vorläufige Exekutive zur Leitung des Befreiungskampfes des Volkes, zur Erringung der Unabhängigkeit und zum Wiederaufbau der polnischen Staatlichkeit ein.

Der Landesnationalrat und das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung arbeiten auf Grundlage der Verfassung vom 17. März 1921, der einzig geltenden legalen und rechtmäßig beschlossenen Verfassung. Die grundlegenden Bestimmungen der Verfassung vom 17. März 1921 gelten bis zur Einberufung eines aus allgemeinen, unmittelbaren, gleichen, geheimen und proportionalen Wahlen hervorgegangenen gesetzgebenden Sejms, der – als Vollzugsorgan des Volkswillens – eine neue Verfassung beschließen wird.

Landsleute!

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung hält es für seine vordringliche Aufgabe, den Anteil des polnischen Volkes an der Niederwerfung Hitlerdeutschlands zu vergrößern.

Die Stunde der Vergeltung an den Deutschen hat geschlagen – für Leid und Qualen, für verbrannte Dörfer und zertrümmerte Städte, zerstörte Kirchen und Schulen, für Gefangennahmen und Erschießungen, für Auschwitz, Majdanek, Treblinka, für die Ermordung der Ghettobewohner.

Landsleute!

Die verbündete Rote Armee hat mit Heldentum und Opferbereitschaft den Hitlerdeutschen vernichtende Schläge beigebracht. Die Rote Armee ist als Befreiungsarmee in Polen einmarschiert.

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung ruft die Bevölkerung und alle ihm unterstehenden Institutionen zur engsten Zusammenarbeit mit der Roten Armee und zur umfangreichsten Hilfe für sie auf. Die möglichst umfangreiche Beteiligung von Polen am Krieg verkleinert das Leiden des Volkes und beschleunigt das Kriegsende.

Greift zu den Waffen! Schlagt die Deutschen überall dort, wo ihr sie trefft! Attackiert ihre Transporte, gebt Informationen weiter, helft den polnischen und sowjetischen Soldaten! In den befreiten Gebieten erfüllt diszipliniert die Mobilmachungsbefehle und eilt in die Reihen der polnischen Armee, die die Septemberniederlage rächt und gemeinsam mit den Armeen der alliierten Völker den Deutschen ein neues Grunwald[2] bereitet!

Steht auf zum Kampf um die Freiheit Polens, um die Rückkehr des alten polnischen Pommern und des Oppelner Schlesien zum Mutterland, um Ostpreußen und einen breiten Zugang zum Meer, um polnische Grenzpfosten an der Oder!

Steht auf zum Kampf um ein Polen, dem niemals mehr ein germanischer Drang nach Osten drohen wird, um ein Polen, dem ein dauerhafter Frieden und die Möglichkeit zu gestaltender Arbeit verbunden mit einem Aufblühen des Landes gegeben sein wird!

Geschichte und Erfahrungen des gegenwärtigen Krieges beweisen, dass vor dem Ansturm des germanischen Imperialismus nur die Errichtung eines großen slawischen Damms schützen kann, dessen Basis eine polnisch-sowjetisch-tschechoslowakische Verständigung sein wird.

Über einen Zeitraum von 400 Jahren gab es zwischen Polen und Ukrainern, Polen und Belarussen, Polen und Russen ununterbrochene Konflikte zum Schaden für beide Seiten. Jetzt ist in diesen Beziehungen ein historischer Wendepunkt erreicht. Die Konflikte weichen der Freundschaft und der Zusammenarbeit, diktiert von beiderseitigen Lebensinteressen. Die durch die Waffenbrüderschaft zwischen der Polnischen Armee und der Roten Armee begonnene Freundschaft und militärische Zusammenarbeit sollte in ein dauerhaftes Bündnis und eine nachbarliche Zusammenarbeit nach dem Krieg umgewandelt werden.

Der Landesnationalrat und das von ihm berufene Polnische Komitee der Nationalen Befreiung erkennen an, dass die Festlegung der polnisch-sowjetischen Grenze auf dem Weg der gegenseitigen Verständigung erfolgen sollte. Die Ostgrenze sollte eine Linie der freundschaftlichen Nachbarschaft sein und nicht eine Sperrmauer zwischen uns und unseren Nachbarn. Die Festlegung sollte in Übereinstimmung erfolgen mit dem Prinzip: polnisches Land für Polen, ukrainisches, belarussisches und litauisches Land für die sowjetischen Republiken Ukraine, Belarus und Litauen. Ein dauerhaftes Bündnis mit unseren unmittelbaren Nachbarn, mit der Sowjetunion und der Tschechoslowakei, wird das grundlegende Prinzip der polnischen Außenpolitik sein, die vom Polnischen Komitee der Nationalen Befreiung betrieben wird.

Die Waffenbrüderschaft, besiegelt durch das gemeinsam vergossene Blut im Kampf gegen die deutsche Aggression, vertieft noch mehr die Freundschaft und festigt das Bündnis mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Polen wird die Aufrechterhaltung der traditionellen Freundschaft und das Bündnis mit dem wiedererstandenen Frankreich anstreben, aber auch die Zusammenarbeit mit allen demokratischen Staaten der Welt suchen.

Die polnische Außenpolitik wird eine demokratische Politik sein, die sich auf die Prinzipien der kollektiven Sicherheit stützt.

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung wird systematisch die dem polnischen Volk von den Deutschen zugefügten Verluste ermitteln und Schritte unternehmen, um die Polen deshalb zustehenden Entschädigungen zu erlangen.

Landsleute!

Im Namen des Landesnationalrats übernimmt das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung die Macht in den befreiten Gebieten Polens. Keinen einzigen Moment darf eine andere Verwaltung als die polnische auf den vom deutschen Joch befreiten Gebieten tätig sein. Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung übt seine Macht durch Nationalräte auf Wojewodschafts-, Kreis-, Stadt- und Gemeindeebene sowie durch seine bevollmächtigten Vertreter aus. Dort, wo keine Nationalräte existieren, sind die demokratischen Organisationen verpflichtet, diese sofort aus polnischen Patrioten zu bilden, die sich des Vertrauens der Bevölkerung erfreuen, unabhängig von ihren politischen Ansichten.

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung ordnet die sofortige Auflösung der Organe der Okkupationsverwaltung an.

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung ordnet die sofortige Auflösung der sogenannten „Blauen Polizei“[3] an.

Die Nationalräte schaffen unverzüglich eine ihnen unterstehende Bürgermiliz, deren Aufgabe die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit sein wird.

Die Aufgabe unabhängiger polnischer Gerichte wird es sein, für Gerechtigkeit zu sorgen. Kein deutscher Kriegsverbrecher, kein Volksverräter soll der Strafe entgehen!

Landsleute!

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung deklariert im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der polnischen Staatlichkeit feierlich, die Wiederherstellung aller demokratischen Freiheiten, der Gleichheit aller Bürger ohne Unterscheidung nach Rasse, Glauben oder Volkszugehörigkeit, der Freiheit politischer und Berufsorganisationen, der Presse und des Gewissens. Die demokratischen Freiheiten dürfen jedoch nicht den Feinden der Demokratie dienen. Faschistische Organisationen werden – als antinational – mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt.

Landsleute!

Das zerstörte und ausgehungerte Land wartet auf eine enorme Anstrengung des ganzen Volkes. Das von den Besatzern begangene Unrecht muss schnellstens wiedergutgemacht werden. Das den einzelnen Bürgern, Bauern, Kaufleuten, Handwerkern, kleinen und mittleren Unternehmern, Institutionen und der Kirche von den Deutschen geraubte Eigentum wird den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben. Deutsches Vermögen wird konfisziert. Den auf bestialische Weise von den Besatzern behandelten Juden wird ein Wiederaufbau ihrer Existenz sowie die rechtliche und faktische Gleichstellung zugesichert.

Das Volksvermögen, also große Industrie- und Handelsbetriebe, Banken, Transportunternehmen sowie Wälder, die sich heute in den Händen des deutschen Staates sowie einzelner deutscher Kapitalisten befinden, werden von der Vorläufigen Staatsverwaltung übernommen. Im Zuge der Regulierung der Wirtschaftsbeziehungen erfolgt die Rückgabe des Eigentums.

Landsleute!

Um den Wiederaufbau des Landes zu beschleunigen und den ewigen Drang der polnischen Bauernschaft nach eigenem Boden zu befriedigen, beginnt das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung in den befreiten Gebieten unverzüglich mit einer breitangelegten Bodenreform.

Zu diesem Zweck wird ein BODENFONDS gebildet, der dem Ressort für Landwirtschaft und Bodenreform untersteht. In diesen Fonds gehen zusammen mit lebendem und unbelebtem Inventar sowie Gebäude deutschen Grundbesitzes und Güter von Volksverrätern ein, weiterhin Betriebe mit einer Fläche von über 50 ha, aus den dem Deutschen Reich angegliederten Gebieten prinzipiell Betriebe mit über 100 ha. Deutscher und Landbesitz von Volksverrätern wird konfisziert. Der betroffene Grundbesitz wird vom Fonds ohne Entschädigung eingezogen, aber eine Versorgung der ehemaligen Besitzer garantiert. Großgrundbesitzer, die patriotische Verdienste im Kampf gegen die Deutschen erworben haben, erhalten eine höhere Versorgung. Der Boden, der in den Fonds eingeht, wird, mit Ausnahme von Grundstücken für Lehrbetriebe, aufgeteilt unter Klein- und Mittelbauern, kinderreichen Familien von Kleinpächtern sowie Landarbeitern. Der vom Fonds aufgeteilte Boden stellt gegen eine (minimale) Gebühr zusammen mit dem bis dahin besessenen Boden gleichberechtigten individuellen Besitz dar. Der Bodenfonds wird neue Betriebe schaffen bzw. Kleinbetriebe vergrößern, wobei eine Norm von 5 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche mittlerer Güte für eine mittlere Familie zu Grunde gelegt wird. Bäuerliche Betriebe, die dieses Normmaß nicht an Ort und Stelle erhalten können, haben das Recht, mit staatlicher Hilfe in Gebiete mit freiem Boden umzusiedeln, besonders auf von Deutschen eingezogene Güter.

Landsleute!

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung stellt sich die unmittelbare Aufgabe, die Lebensbedingungen der breiten Masse des Volkes sofort zu verbessern.

Die Kontingente[4], die den Bauern ihre gesamten, schwer erarbeiteten Produkte wegnehmen, werden sofort annulliert. Für die Bedürfnisse der Armee und die Versorgung der Städte während des Krieges werden auf Grundlage der polnischen Gesetze über Kriegsleistungen genau festgelegte Naturalienleistungen eingeführt, die die Belastungen für die Dörfer im Verhältnis zu den deutschen Kontingenten drastisch senken.

Die Arbeiter- und Angestelltenlöhne, die von den Deutschen zwangsweise auf Vorkriegsniveau gehalten wurden, werden gesetzlich auf ein Niveau angehoben, das ein Existenzminimum garantiert.

Der Wiederaufbau und Ausbau der Sozialversicherungen gegen Krankheit, Arbeitslosigkeit sowie die Altersabsicherung wird umgehend in Angriff genommen. Die Institutionen der Sozialversicherungen stützen sich auf die Prinzipien der demokratischen Selbstverwaltung. Im Bereich des Arbeitsschutzes wird eine moderne Gesetzgebung eingeführt, die Wohnungsnot wird sofort bekämpft.

Annulliert werden die verhassten deutschen Verbote, die den Handel zwischen Stadt und Dorf sowie die wirtschaftliche Tätigkeit einschränken. Der Staat wird die breite Entwicklung des Genossenschaftswesens unterstützen. Auch Privatinitiativen, die die Lebensader des Wirtschaftslebens stärken, werden vom Staat unterstützt. Die Absicherung einer normalen Versorgung wird eine der vordringlichsten Sorgen sein.

Landsleute!

Eine der dringendsten Aufgaben des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung in den befreiten Gebieten wird der Wiederaufbau des Schulwesens und die Garantierung kostenlosen Lernens auf allen Ebenen sein. Die allgemeine Schulpflicht wird streng beachtet. Die von den Deutschen dezimierte polnische Intelligenz, insbesondere die Wissenschaftler und Künstler werden in spezielle Obhut genommen. Der Wiederaufbau der Schulen wird sofort begonnen.

Landsleute!

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung strebt die schnellstmögliche Heimkehr der Emigranten an und unternimmt Schritte, diese Rückkehr zu organisieren.

Lediglich für Agenten Hitlers und für diejenigen, die Polen im September 1939 verraten haben, bleiben die Grenzen der Republik geschlossen.

Landsleute!

Vor uns liegen gigantische Aufgaben.

Wir werden sie weiterhin ungebeugt und entschlossen angehen. Wir verwerfen die Bestrebungen der Aufwiegler, der Agenten der Reaktion, die durch das Zerschlagen der Einheit der Nation, durch das Provozieren von Kämpfen zwischen Polen dem Hitlerismus zur Hand gehen.

Die Befreiung Polens, der Wiederaufbau der Staatlichkeit, die siegreiche Beendigung des Krieges, die Erlangung eines würdigen Platzes für Polen in der Welt, der Beginn des Wiederaufbaus des zerstörten Landes – das sind unsere Hauptaufgaben.

Diese Aufgaben lassen sich nicht ohne die nationale Einheit verwirklichen. Wir haben diese Einheit in schwerem Kampf im Untergrund geschmiedet.

Die Bildung des Landesnationalrates war ein Ausdruck der Verwirklichung dieser Einheit. Die Bildung des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg.

Landsleute!

Das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung ruft Euch auf:

Alles für die schnellstmögliche Befreiung des Landes und die Zerschlagung der Deutschen!

Polen!

Auf in den Kampf! Zu den Waffen!

Es lebe die vereinigte Polnische Armee, die für die Freiheit Polens kämpft!

Es lebe die verbündete Rote Armee, die Polen die Befreiung bringt!

Es leben unsere großen Verbündeten – die Sowjetunion, Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Nordamerika!

Es lebe die Einheit des Volkes!

Es lebe der Landesnationalrat – der Repräsentant des kämpfenden Volkes!

Es lebe das freie, starke, unabhängige, souveräne und demokratische Polen!

 

Polnisches Komitee der Nationalen Befreiung

Der Vorsitzende und Leiter des Ressorts für Auswärtige Angelegenheiten –

Edward Bolesław Osóbka-Morawski

Der Vizevorsitzende und Leiter des Ressorts für Landwirtschaft und Bodenreform –

Andrzej Witos

Die Vizevorsitzende –

Wanda Wasilewska

Der Leiter des Verteidigungsressorts – Generaloberst

Michal Rola-Żymierski

 


 

[1] Der Text des Manifests wurde am 22. Juli 1944 verkündet und in der Anlage zum Gesetzblatt der Republik Polen Nr. 1 (1944) abgedruckt. Die vorliegende Version ist ein Faksimile der bekanntesten graphischen Version des Dokuments (mit dem Piasten-Adler und der weiß-roten Flagge) aus dem Manifest des Polnischen Komitees zur nationalen Befreiung (PKWN), das zusammen mit vier Dekreten des Landesnationalrates (KRN) abgedruckt wurde.
[2] 1410 wurde bei Grundwald/Tannenberg das Herr des Deutschen Ordens von einem polnisch-litauischen Heer vernichtend geschlagen.
[3] Eine von den deutschen Besatzern 1939 im Generalgouvernement aufgestellte polnische Polizei.
[4] Gemeint sind die ruinösen Zwangsabgaben von Lebensmitteln, die die polnischen Bauern unter deutscher Besatzung leisten mussten.

Quelle
Manifest des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung, in: Manifest Polskiego Komitetu Wyzwolenia Narodowego [Manifest des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung], bearb. v. Wiesław Skrzydło. (Dokumenty naszej tradycji) Lublin 1979, S. 39-47 
Übers.
Matthias Barelkowski 
Copyright
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Erstellt
29.11.2011 
Zuletzt geändert
30.04.2014 

Es wird empfohlen, die Quellen stets in der Originalsprache zu zitieren.

Manifest des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung, in: Herder-Institut (Hrsg.): Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte. Themenmodul "Volksrepublik Polen", bearb. von Ingo Eser. URL: https://www.herder-institut.de/resolve/qid/473.html (Zugriff am 28.02.2021)