Lesung mit Kornelia Golombek
Dieses Buch ist eine Hommage an die jungen Spätaussiedler aus den ehemaligen Staaten des Ostblocks sowie an Migrantinnen und Migranten aus Polen und Asien. Das Buch-Szenario kreiert ein vielschichtiges Bild der Welt von Jugendlichen, die emigriert sind und sich unbekannten Problemen stellen mussten, um ihre Handlungsfähigkeit in einer fremden kulturellen Kodifizierung zu finden, denn Migrationsprozesse sind immer mit Prozessen des Wandels verbunden – sowohl identitär als auch ideell.
Die Gedanken Simmels über den „Fremden“ bilden ein spezifisches soziologisches Symbol. Nach seiner Auffassung ist der „Fremde“ „…der, der heute kommt und morgen bleibt…“ Welchen sozialen Kriterien unterliegt der „Fremde“, wenn er sich selbst und die „Anderen“ wahrnimmt? Dafür erschaffen wir eine theatralische Szene – gleich beginnt die Vorstellung… Die Bühne ist frei. Es erscheinen junge Migranten, die ihre Heimat in den verschiedensten Teilen der Welt verlassen haben, um nach Deutschland zu kommen. Sie alle sind verbunden durch ihre Migrationsmotive und ihre Sehnsüchte. Alle stammen aus Ländern, in denen Diktaturen und Kriege herrschen. Verborgen im Drehbuch ihrer „Lebensgeschichten“ sind Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit.
Kornelia Golombek
schloss ihr Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie an der Westfälischen-Wilhelms-Universität ab. Seit 28 Jahren lehrt sie in Deutschland u.a. interkulturelle Kompetenzen.