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Ausstellung „Adeliges Leben im Baltikum – Herrenhäuser in Estland und Lettland“

  • Agnese Bergholde-Wolf

Im sonnigen Schlosshof des frühbarocken Schlosses Caputh an der Havel fanden sich am 18. Mai 2019 zahlreiche Besucherinnen und Besucher ein. In einem festlich musikalischen Rahmen wurde bei sommerlichen Temperaturen unter freiem Himmel eine Ausstellung eröffnet. Ihr Gegenstand passend zum Ausstellungsort das „Adelige Leben im Baltikum – Herrenhäuser in Estland und Lettland“. Doch ist es nicht nur das herrschaftliche Ambiente allein, das Caputh mit den baltischen Herrenäusern verbindet und es zu einem geeigneten Ort für die 16 Tafeln umfassende Präsentation macht.

Kurland

Im 17. und 18. Jahrhundert bestanden engste familiäre Verbindungen zwischen Brandenburg und Kurland. Prinzessinnen aus Brandenburg, so auch die jüngste Tochter des Erbauers von Schloss Caputh, waren mit Herzögen von Kurland verheiratet. Diese verwandtschaftlichen Beziehungen reichten bis zum russischen Zarenhaus. So trifft es sich gut, dass die vom Herder-Institut in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa erstellte Wanderausstellung an einem auch für das Baltikum geschichtsträchtigen Ort gezeigt werden kann.