Wanderausstellung

Zoppot - Cranz - Rigaer Strand

Ostseebäder im 19. und 20. Jahrhundert
Die Badekultur des Ostseeraumes, exemplarisch dargestellt am Beispiel von drei prominenten Seebädern.
Um 1800 entstanden die ersten Seebäder an der Ostseeküste, zunächst ohne Comfort mit einfachen Badekarren und Kaltbädern. Die Badeinrichtungen dienten der Heilung verschiedener Krankheiten, aber von Beginn an auch der Erholung und Unterhaltung. Schnell entwickelte sich die Infrastruktur der Bäder, Warmbadeanstalten entstanden, die Seestege wuchsen immer gewaltiger ins Meer. Spätestens mit Aufkommen der Eisenbahn wurden aus den ehemals kleinen Fischerorten Unterhaltungszentren, in denen sich die „Welt“ traf.
 
Im Laufe der Jahre entwickelte sich so eine spezifische Badekultur, die die Ausstellung an Hand von drei Ostseebädern – Zoppot , Cranz  und Rigaer Strand (Jūrmala)   – exemplarisch nachzeichnet und vorstellt. Dabei stehen die Themenbereiche Landschaft und allgemeine Geschichte, Gestaltung des Raumes, Badegäste, Freizeitgestaltung und Unterhaltung sowie Bäderarchitektur in den aufeinanderfolgenden Zeitperioden – 19. Jahrhundert, Zwischenkriegszeit und Zeit des Nationalsozialismus, des Sozialismus/Kommunismus sowie nach der politischen Wende – im Vordergrund. Es werden die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der drei Badeorte an der südlichen Ostseeküste präsentiert.
Begleitend zur Ausstellung veröffentlichte die habilitierte Osteuropahistorikerin und Privatdozentin an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Olga Kurilo, im Jahr 2011 die gleichnamige Publikation "Zoppot, Cranz, Rigascher Strand. Ostseebäder im 19. und 20. Jahrhundert".
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