Leibniz Chair und Herder Chairs
Der Leibniz Chair wird an herausragende Forschungspersönlichkeiten, die mit einem Leibniz-Institut in enger wissenschaftlicher Zusammenarbeit stehen, in Würdigung ihrer besonderen Verdienste vergeben.
Mit der Ernennung von Herder Chairs bündelt das Institut universitäre Expertise und vernetzt sich in der Region.
Leibniz Chair
Leibniz Chair
Der Leibniz Chair wird an herausragende Forschungspersönlichkeiten, die mit einem Leibniz-Institut in enger wissenschaftlicher Zusammenarbeit stehen, in Würdigung ihrer besonderen Verdienste vergeben.
Das Herder-Institut hat einen Leibniz Chair an Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej (1956-2021) verliehen.Die Berufung von Włodzimierz Borodziej erfolgte auf Lebenszeit.
Der Geehrte war Professor am Historischen Institut der Universität Warschau, Co-Direktor des Imre Kertész Kollegs an der Universität Jena. Seine Forschungsschwerpunkte lagen in der polnischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, etwa zum Warschauer Aufstand oder zur deutschen Besatzungspolitik im Generalgouvernement. Polen ist für das Herder-Institut seit seiner Gründung ein Schwerpunktland, was sich sowohl in den Wissenschaftlichen Sammlungen als auch im Editionsprogramm widerspiegelt.
Die besonders enge Zusammenarbeit bestand nicht erst seit dem Editionsprojekt Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945 – 1950: Dokumente aus polnischen Archiven; „Unsere Heimat ist uns ein fremdes Land geworden …“, die Włodzimierz Borodziej gemeinsam mit Hans Lemberg herausgegeben hatte. Aufgrund dieser engen fachlichen und persönlichen Kontakte zum Herder-Institut hielt Prof. Borodziej die erste Hans Lemberg-Vorlesung zum Gedenken an den 2009 Verstorbenen.
Herder Chairs
Prof. Dr. Peter Bell, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Thomas Bohn, Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg, Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. Aline Deicke, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr.-Ing. Piotr Kuroczyński, Hochschule Mainz
Prof. Dr. Katharina Lorenz, Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer, Bergische Universität Wuppertal
Durch ihre Forschungs- und Lehrtätigkeiten binden die Berufenen das außeruniversitäre Herder-Institut enger an ihre Hochschulen. Die angestrebte Intensivierung der bestehenden Zusammenarbeit bezieht sich auf Tagungen und andere Veranstaltungen sowie die gemeinsame Beantragung und Durchführung von Forschungs- und Infrastrukturprojekten.
Die räumliche Nähe der Universitäten Gießen und Siegen zu Marburg erleichtert Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der universitären Lehre, wie zum Beispiel bei Blockveranstaltungen. Die Ausprägung eines regionalen Schwerpunktes ist hierbei durchaus angedacht.
Der Herder Chair wird auf jeweils drei Jahre verliehen und kann bei gegenseitigem Interesse immer wieder verlängert werden.