Forschungsprojekt
Laufend
GenDem – Verflechtung von Antifeminismen
Gender, Demokratie und Autoritarismus in ‚Entangled Modernities‘
Laufzeit
2026 - 2029
Das Forschungsprojekt untersucht erstmals vergleichend antifeministische Mobilisierungen in verschiedenen Ländern Ost- und Westeuropas sowie im Südkaukasus. Ziel ist es, systematisch herauszuarbeiten, unter welchen Bedingungen diese Bewegungen entstehen, wie sie transnational verflochten sind und welchen Einfluss sie auf Prozesse der Demokratisierung oder Autoritarisierung ausüben. Eine besondere Herausforderung: Einzelne Fallstudien werden über autoritäre Regime oder Kriegsgebiete wie die Türkei, Aserbaidschan oder die Ukraine durchgeführt.
Im Zentrum des Projekts steht die Beobachtung, dass aktuelle antifeministische Bewegungen keine spontanen Reaktionen auf gesellschaftlichen Wandel sind, sondern das Ergebnis strategisch geplanter Kampagnen. Diese richten sich gezielt gegen die Gleichstellung der Geschlechter, die Rechte von queeren Menschen und eine liberale Sexualpolitik. Dabei bedienen sich die Akteure – von rechtskonservativen Parteien bis hin zu religiös-fundamentalistischen Gruppierungen – grenzüberschreitender Narrative, Netzwerke und Medien. In sieben Teilprojekten analysieren die Forschenden unter anderem Männerrechts-Bewegungen in Deutschland und der Türkei, Drag Panic-Diskurse in Österreich, antifeministische Rhetorik islamistischer Influencerinnen sowie historische Entwicklungen seit dem frühen 20. Jahrhundert im östlichen Europa.
Antifeminismus im russisch-ukrainischen Krieg: Kontroversen über die nationale Mobilisierung von Frauen, Männern und queeren Bürger*innen
Antifeminismus und Geschlechtergerechtigkeit zwischen Nationalismus und Sozialismus im östlichen Europa im 20. Jahrhundert