Handbuchprojekt
Erschließungsprojekt
Laufend
Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen, Band 3: Nordostpolen / Polska północno-wschodnia
Laufzeit
2019 - 2026
Seit den 1990er Jahren erfolgte mit dem „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen“ auf Initiative des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger eine geographische Erweiterung des traditionsreichen Dehios-Handbuchs außerhalb der deutschsprachigen Grenzen und zwar nach Ostmitteleuropa, wo eine besondere Situation durch die vielfältigen historisch-kulturellen Verflechtungen mit Deutschland vorliegt. Für das dritte Teilprojekt, das dem nordöstlichen Polen (Pommerellen, Ermland und Masuren, Suwałki-Gebiet) gewidmet ist, wurden in dem Vorprojekt (September 2017 bis März 2019) die Grundlagen für das ab Juni 2019 laufende Hauptprojekt in zweierlei Hinsicht geschaffen: Zum einen wurde das Arbeitsgebiet präzise definiert, die erste Auswahl von rund 3.000 Objekten getroffen und eine Arbeitsdatenbank mit wesentlichen Geo-Daten zu den Orten und Objekten aufgebaut; zum anderen erfolgte die Konzeption der Forschungsinfrastruktur (Datenmodell, Funktionalitäten) und die Einrichtung des Prototyps auf der Basis des Systems digiCULT.web. Gegenwärtig läuft die Bearbeitung der ausgewählten Objekte durch ein Team von rund 20 Personen. Der Content soll anhand der geplanten Ergebnisse aus Metadaten und beschreibenden Texten zu rund 3.000 Objekten an etwa 1.500 Orten bestehen.
Die Dehio-Projekte werden in enger Kooperation und im Austausch mit den Forschungseinrichtungen und Denkmalbehörden der Partnerländer durchgeführt, um die diversen Forschungsperspektiven zu berücksichtigen. Eine Besonderheit der Publikationen zu den ostmitteleuropäischen Ländern sind die Einleitungstexte zur Geschichte und Kunstgeschichte der jeweiligen Regionen, es sind Synthesen auf aktuellem Forschungsstand mit Akzentuierung von für die betreffende Kulturlandschaft charakteristischen Phänomenen und Themen. Parallel zu den analogen Publikationen in beiden Sprachen werden die Texte im Fachportal „DEHIO OME. Kunstdenkmäler in Ostmitteluropa” veröffentlicht.