Handbuchprojekt
Erschließungsprojekt
Abgeschlossen

Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen, Band 2: Kleinpolen / Małopolska

Laufzeit
2006 - 2020
Das von Georg Dehio 1905 begründete „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler“ ist ein analoges Nachschlagewerk sowie Reisehandbuch, das in knapper Form Orts- und Stadtgeschichte vermittelt und die wichtigsten Fakten und Beschreibungen zu einer repräsentativen Auswahl von Bauwerken und ihrer Ausstattung in bestimmten Regionen bietet. Zudem trägt es als Übersichtswerk zu erhöhter Aufmerksamkeit und einer größeren Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber dem gemeinsamen europäischen Kulturerbe und seinem Erhalt bei.
Seit den 1990er Jahren erfolgte mit dem „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen“ auf Initiative des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger eine geographische Erweiterung des traditionsreichen Dehios-Handbuchs außerhalb der deutschsprachigen Grenzen und zwar nach Ostmitteleuropa, wo eine besondere Situation durch die vielfältigen historisch-kulturellen Verflechtungen mit Deutschland vorliegt. Ab 2006 liefen die Arbeiten am Folgevorhaben, das der Region Kleinpolen gewidmet war. Die Bearbeitung der fast 3.100 Objekte erfolgte durch 25 Autorinnen und Autoren, vier Übersetzerinnen sowie zwei die Arbeiten koordinierende Redakteure und zwei Lektorinnen. Neben Eigenmitteln der Partner wurde das Projekt durch Drittmittel finanziert. Zunächst wurde die polnische Fassung des Buches vom Nationalinstitut für Kulturerbe in Warschau (Narodowy Instytut Dziedzictwa, NID) produziert. Die deutsche Fassung ist im Deutschen Kunstverlag erschienen.
Die Dehio-Projekte werden in enger Kooperation und im Austausch mit den Forschungseinrichtungen und Denkmalbehörden der Partnerländer durchgeführt, um die diversen Forschungsperspektiven zu berücksichtigen. Eine Besonderheit der Publikationen zu den ostmitteleuropäischen Ländern sind die Einleitungstexte zur Geschichte und Kunstgeschichte der jeweiligen Regionen, es sind Synthesen auf aktuellem Forschungsstand mit Akzentuierung von für die betreffende Kulturlandschaft charakteristischen Phänomenen und Themen. Seit 2025 läuft ein Projekt zur Digitalisierung des analogen Handbuchs und Publikation im Fachportal „DEHIO OME. Kunstdenkmäler in Ostmitteleuropa“.