Handbuchprojekt
Erschließungsprojekt
Abgeschlossen

Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen, Band 1: Schlesien / Śląsk

Laufzeit
1998 - 2006
Das von Georg Dehio 1905 begründete „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler“ ist ein analoges Nachschlagewerk sowie Reisehandbuch, das in knapper Form Orts- und Stadtgeschichte vermittelt und die wichtigsten Fakten und Beschreibungen zu einer repräsentativen Auswahl von Bauwerken und ihrer Ausstattung in bestimmten Regionen bietet. Zudem trägt es als Übersichtswerk zu erhöhter Aufmerksamkeit und einer größeren Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber dem gemeinsamen europäischen Kulturerbe und seinem Erhalt bei.
Seit den 1990er Jahren erfolgte mit dem „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen“ auf Initiative des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger eine geographische Erweiterung des traditionsreichen Dehios-Handbuchs außerhalb der deutschsprachigen Grenzen und zwar nach Ostmitteleuropa, wo eine besondere Situation durch die vielfältigen historisch-kulturellen Verflechtungen mit Deutschland vorliegt. Von 1998 an wurde das Handbuch der Kunstdenkmäler in Schlesien als erste gemeinsame Bearbeitung einer vor 1945 deutschen, heute polnischen Region erstellt und in zwei Sprachversionen publiziert. Es beschreibt die ca. 2.500 wichtigsten Baudenkmäler der Region. Objektbeschreibungen sowie Einführungstexte erstellten 17 polnische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Die Teilprojekte werden in enger Kooperation und im Austausch mit den Forschungseinrichtungen und Denkmalbehörden der Partnerländer durchgeführt, um die diversen Forschungsperspektiven zu berücksichtigen. Eine Besonderheit der Publikationen zu den ostmitteleuropäischen Ländern sind die Einleitungstexte zur Geschichte und Kunstgeschichte der jeweiligen Regionen, es sind Synthesen auf aktuellem Forschungsstand mit Akzentuierung von für die betreffende Kulturlandschaft charakteristischen Phänomenen und Themen. Seit 2025 läuft ein Projekt zur Digitalisierung des analogen Handbuchs und Publikation im Fachportal „DEHIO OME. Kunstdenkmäler in Ostmitteleuropa“.