Handbuchprojekt
Erschließungsprojekt
Laufend

Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in in den baltischen Ländern, Band 2: Lettland / Latvija

Laufzeit
2022 - 2026
Das von Georg Dehio 1905 begründete „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler“ ist ein analoges Nachschlagewerk sowie Reisehandbuch, das in knapper Form Orts- und Stadtgeschichte vermittelt und die wichtigsten Fakten und Beschreibungen zu einer repräsentativen Auswahl von Bauwerken und ihrer Ausstattung in bestimmten Regionen bietet. Zudem trägt es als Übersichtswerk zu erhöhter Aufmerksamkeit und einer größeren Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber dem gemeinsamen europäischen Kulturerbe und seinem Erhalt bei.
Parallel zur Arbeit am Estland-Projekt konnte im Rahmen der Serie „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in den baltischen Ländern” im Jahr 2022 die Grundlage für ein Projekt zu Lettland in Form eines Vorprojekts geschaffen werden. Ein Team von rund zehn Personen bearbeitete zunächst 100 ausgewählte Objekte und erstellte eine Objektliste von rund 1.000 Objekten für das Hauptprojekt. Seit 2024 werden jährlich 100 Objekte bearbeitet. Das Projekt wurde initiiert von der Böckler-Mare-Balticum-Stiftung, die auf Wissenschaftsförderung mit Schwerpunkt Kunst- und Kulturgeschichte des Ostseeraums und insbesondere des Baltikums spezialisiert ist. Es entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut bzw. mit dem Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen und der Dehio-Vereinigung sowie mit den estnischen Partnern. Damit erfolgt eine weitere geografische Erweiterung des traditionsreichen Dehio-Handbuchs außerhalb der deutschsprachigen Grenzen nach Ostmitteleuropa, wo eine besondere Situation durch die vielfältigen historisch-kulturellen Verflechtungen mit Deutschland vorliegt.
Eine Besonderheit der Publikationen zu den ostmitteleuropäischen Ländern sind die Einleitungstexte zur Geschichte und Kunstgeschichte der jeweiligen Regionen, es sind Synthesen auf aktuellem Forschungsstand mit Akzentuierung von für die betreffende Kulturlandschaft charakteristischen Phänomenen und Themen. Die Texte in den beiden Projektsprachen werde sukzessive im Fachportal „DEHIO OME. Kunstdenkmäler in Ostmitteluropa” veröffentlicht.