Lesung | Vortrag

Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost

„Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“

Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand. Fast fünf Jahre währte der Zweite Weltkrieg und damit die Besetzung Polens bereits. Die verbotene Organisation der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, vormals Polens größte Jugendbewegung, schloss sich dem Warschauer Aufstand an. Die Kinder und Jugendlichen übernahmen die Aufgabe, ein funktionierendes Postwesen aufzubauen — eine Art Messenger-Dienst mitten im Krieg.

Wo

Wo:  

Sammlungsgebäude des Herder-Instituts, Gisonenweg 5-7, 35037 Marburg

Wann:  

18:00 Uhr

Vortrag

Vortrag von Harald Rosteck im Rahmen der aktuellen Ausstellung

Der Warschauer Aufstand wurde von den Nationalsozialisten brutal niedergeschlagen. Über 160.000 Menschen wurden in Warschau getötet, darunter auch viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Die überlebenden Einwohner wurden vertrieben und die Stadt bis auf die Grundmauern zerstört. Heute spielt der Warschauer Aufstand in der polnischen Erinnerungskultur eine wichtige Rolle. Die Ausstellung zur Pfadfinderpost im Warschauer Aufstand 1944 will die Erinnerung an die jüngsten Aufständischen wachhalten. Zugleich lädt sie ein, sich mit den Themen Kindheit und Krieg, Widerstand und Zivilcourage auseinanderzusetzen.

Dokumentation zur Ausstellung