Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d) im Projekt „Optimizing 3D models of endangered Cultural Heritage (Opt3D)“
Stelle
In der Abteilung Wissenschaftliche Sammlungen des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft ist im Projekt „Optimizing 3D models of endangered Cultural Heritage (Opt3D)“ frühestens zum 1. Oktober 2026 befristet für die Dauer von 2 Jahren die Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Wissenschaftlichen Mitarbeiters (m/w/d) zur Erarbeitung und Koordination der digitalen HBIM 3D-Modelle sowie deren Klassifizierung in der technischen Infrastruktur (E 13 TV-H, bis zu 50%) zu besetzen.
Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung beschäftigt sich mit der Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas und betreibt auf der Basis seiner umfangreichen Sammlungen eigene Forschungen und Projekte im Bereich der Kunst-und Kulturgeschichte sowie der Digital Humanities bzw. multimedialer Wissensportale. Hierzu zählt das im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft im Pakt für Forschung und Innovation eingeworbene, dreijährige Projekt „Optimizing 3D models of endangered Cultural Heritage. A critical analysis of AI- and Human-generated HBIM models for Jewish Heritage Sites in East Central Europe (Opt3D)“, das in Kooperation mit dem Open Science Lab des Leibnitz Informationszentrums Technik und Naturwissenschaften (TIB Hannover), der Forschungsstelle Bet Tfila der Technischen Universität Braunschweig, dem Architekturinstitut der Hochschule Mainz sowie mit weiteren assoziierten Partnern in Ostmitteleuropa durchgeführt wird.
Ziel des vom Herder-Institut koordinierten Projekts ist die Vernetzung und Überprüfung von Methoden und Standards im Bereich der Digitalisierung von gebautem Kulturerbe. Dabei liegt der Fokus speziell auf der digitalen, dreidimensionalen Erfassung, Analyse und Bewahrung historischer Bauwerke, insbesondere jüdischer Kulturerbestätten in Ostmitteleuropa. Durch die Kombination der Expertise eines transnationalen Netzwerks und den gezielten Einsatz von KI-basierten 3D-Technologien sollen Verfahren zur standardisierten Digitalisierung, Verarbeitung und Modellierung historischer Daten überprüft und entwickelt werden, um nachhaltige und zugängliche Forschungsmethoden sowie interoperable Datensätze bereitzustellen, die zur langfristigen Erhaltung gefährdeter Kulturgüter beitragen. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://www.herder-institut.de/de/link/69b28ca4b49288.88276137
Zu den Aufgaben gehören:
- Eigenständige Koordination und operative Mitarbeit an Teilprojekten von Opt3D (HBIM-basierte 3D-Modellierung und Qualitätsmanagement sowie Datenmodellierung und Datenklassifikation).
- Koordination und Unterstützung bei der 3D-Modellierung historischer Bauwerke in Ostmitteleuropa,
- Harmonisierung und Datenmanagement der 3D-Austauschformate innerhalb der technischen Infrastruktur der Projektpartner (Datenbank, Content-Management-System),
- Fachliche Auseinandersetzung mit OpenBIM-Standards (z. B. ifcOWL, bSDD),
- Mitwirkung an der Entwicklung der technischen Infrastruktur der Projektpartner (u.a. Funktionsumfang, Schnittstellen, Betriebskonzept und Usability),
- Kontaktmanagement mit den internationalen Projektpartnern, besonders in Ostmitteleuropa,
- Erstellung mehrsprachiger Berichte und Tutorials.
Voraussetzungen:
- Abgeschlossenes Hochschulstudium der Architektur oder benachbarter Fächer mit einem Schwerpunkt im Bereich von digitaler 3D-Visualisierung, der Architektur Ostmitteleuropas und/oder digitaler Infrastrukturen im Bereich objektbezogener Geisteswissenschaften (Promotion erwünscht),
- Nachgewiesene Kenntnisse in gängigen 3D-Modellierungsmethoden,
- Erfahrung mit internationalen (Drittmittel-)Projekten und im Umgang mit mehreren Projektpartnern aus unterschiedlichen Ländern,
- Erfahrung in der digitalen Dokumentation von Kulturdenkmälern oder 3D-Modellen historischer Architektur sowie von internationalen Datenstandards und Datenmodellen im Bereich von Kulturgütern,
- Kenntnisse in der Erstellung von semantischen Datenbanken sowie in der Dokumentation und online Visualisierung von 3D-Daten, insbesondere im Hinblick auf 3D-Repositorien, Normdaten und Thesauri,
- sehr gute Kenntnisse des Englischen und möglichst einer ostmitteleuropäischen Sprache.
Erwünscht sind:
- konzeptionelles Interesse am Einsatz von IT und neuen Medien im Bereich von Architektur-, Kunst- und Kulturgeschichte (Digital Humanities),
- landeskundliche Kenntnisse zum Ostmitteleuropa,
- Erfahrung im Umfeld der Hochschullehre auf dem Gebiet CAD 3D Modellierung, insbesondere in der Planungsmethode Building Information Modeling (BIM).
Das Herder-Institut verfolgt das Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Deshalb fordern wir qualifizierte Frauen und Menschen mit Behinderung nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Das Herder-Institut versteht sich als familienfreundliche Einrichtung. Personen mit Kindern sind willkommen. Wir bieten die Möglichkeit zu ortsflexiblem Arbeiten, flexible Arbeitszeiten und bei kurzfristigem Bedarf ein Eltern-Kind-Zimmer.
Weitere Auskünfte gibt Ihnen gerne Dr. Dietmar Popp (dietmar.popp@herder-institut.de).
Ihre Bewerbung richten Sie bitte per Mail in Form einer einzigen PDF-Datei bis zum 24.07.2026 an die Verwaltung des Herder-Instituts zu Händen von Katja Bugatti (bewerbung@herder-institut.de) mit der Kennung „Bewerbung_Opt3D_2026“. Um Diskriminierung vorzubeugen, bitten wir von Bewerbungsfotos abzusehen.
Stellenausschreibung Opt3D 07-2026