Vernetzung

Herder-Institut bei den Frankfurter Foren des Deutschen Ordens zu Fragen der Zeit

Frankfurter Foren des Deutschen Ordens zu Fragen der Zeit

Auf Einladung des Deutschen Ordens nahmen Dr. Jürgen Warmbrunn (Stellv. Direktor des HI und Leiter der Forschungsbibliothek) und Dr. Christian Schmidt (Administrative Leitung des HI) an den 23. Frankfurter Foren des Deutschen Ordens zu Fragen der Zeit teil. Im Anschluss an den Festvortrag von Prof. Dr. Thomas R. Elßner (Koblenz) zum Thema „Vom gerechten Krieg zum gerechten Frieden - eine friedensethische Entwicklungsspur“, welcher einen Bogen von der Antike bis zum aktuellen Ukraine-Krieg spannte, hatten Dr. Warmbrunn und Dr. Schmidt Gelegenheit dem 66. Hochmeister des Deutschen Ordens, Generalabt P. Frank Bayard aus Wien, die Arbeit des Marburger Herder-Instituts als zentrale Einrichtung der wissenschaftlichen Infrastruktur für Ostmitteleuropa vorzustellen, immerhin handelt es sich bei großen Teilen Ostmitteleuropas um eine Region, die in besonderer Weise historisch auch durch den Deutschen Orden im Mittelalter und der frühen Neuzeit geprägt wurde.

 „Für das Herder-Institut ergeben sich hier zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Austausch, insbesondere auch mit dem Zentralarchiv des Deutschen Ordens in Wien und der Forschungsstelle Deutscher Orden an der Universität Würzburg“, betonte Dr. Warmbrunn.

Die große Bedeutung, welche die Region Ostmitteleuropas nach wie vor für den Deutschen Orden hat, wurde bereits zu Beginn des Festakts bei der Begrüßung der Repräsentanten der Frankfurter Stadtgesellschaft durch den Balleimeister des Deutschen Ordens für Deutschland, Thomas Jünger, deutlich als dieser ausführlich den 60. Jahrestag des Versöhnungsbriefwechsel der polnischen und der deutschen Bischofskonferenz nach den Schrecken des zweiten Weltkriegs würdigte. Anlass der Frankfurter Foren ist jedes Jahr der Gedenktag (19.11.) der heiligen Elisabeth von Thüringen, Schutzpatronin des Deutschen Ordens, die in Marburg wirkte und starb.
 

Für den Herbst 2026 plant das Herder-Institut eine Ausstellung zum Thema „800 Jahre Deutscher Orden in Preußen“. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Deutsche Orden, welcher seine Anfänge als Spitalbruderschaft zur Zeit der Kreuzzüge im Heiligen Land und später als Ritterorden nahm, ein rein geistlicher Orden der katholischen Kirche mit Priestern, Schwestern und Laienmitgliedern, der sich mit den Einrichtungen der Deutschordenswerke caritativ speziell im Bereich der Altenpflege und der Suchthilfe engagiert.