Ausstellung „Adeliges Leben im Baltikum – Herrenhäuser in Estland und Lettland“

Im sonnigen Schlosshof des frühbarocken Schlosses Caputh an der Havel fanden sich am 18. Mai zahlreiche Besucherinnen und Besucher ein. In einem festlich musikalischen Rahmen wurde bei sommerlichen Temperaturen unter freiem Himmel eine Ausstellung eröffnet. Ihr Gegenstand passend zum Ausstellungsort das „Adelige Leben im Baltikum – Herrenhäuser in Estland und Lettland“.

Weiterlesen

Pest und Frömmigkeit in Hasenpoth 1630

Seit dem ersten Auftreten der Pest im zentralen Europa Mitte des 14. Jahrhunderts gehörte die ständige Wiederkehr dieser Seuche bis ins 18. Jahrhundert zum ungeliebten Begleiter der Menschen. Das vergleichsweise enge Zusammenleben und hygienische Unvollkommenheiten bedingten, dass gerade Städte in Pestzeiten hohe Mortalitätsraten aufwiesen. In betroffenen Städten kam mitunter das soziale Leben zum Erliegen.

Weiterlesen

Gefakt, umkämpft, ergebnisoffen – Wahlen in der Vormoderne

Die Teilnahme an Wahlen gehörte auch in Städten der Vormoderne zu den Rechten und Pflichten der Bürger. Die Wahlen zum Stadtrat sind hier nur die Spitze des Eisberges. Gewählt wurde eine stattliche Anzahl an Funktionsträgern, so in Gilden, Bruderschaften, Nachbarschaftsverbänden und Pfarreien, aber auch Vertreter der Bürgerschaft für öffentliche städtische Verwaltungs- sowie für karitative Ämter. Für die spätmittelalterliche italienische Stadt Bologna wurde eine Anzahl von jährlich ungefähr 1800 Funktionsträgern geschätzt, die durch Wahl bestimmt wurden.

Weiterlesen

Zur „Erhaltung ehrenhafter kaufmännischer Gesinnung“

Unterhalb des Rates dominierten jahrhundertelang die Gilden der Kaufleute und Handwerker die Politik innerhalb der selbstverwalteten livländischen Städte. Zugelassen waren zu den Gilden nur Einwohner der Stadt, die den rechtlichen Status eines Bürgers für sich in Anspruch nehmen konnten.

Weiterlesen

Taxations-Tabellen für Landmesser in Livland 1873

Die Quelle bietet Erkenntnisse über agrarwirtschaftliche Grundannahmen und kann als Basis für Untersuchungen zur Agrar- und Fiskalpolitik Livlands unter russischer Herrschaft zur Zeit der Nationalisierungen Europas dienen.

Weiterlesen

Martin Luther, die Reformation und ihre Auswirkungen auf Ostmitteleuropa

Martin Luther, zumal im deutschsprachigen Raum kultisch verehrt oder erbittert angefeindet, stiftete eine nicht nur protestantische Identität. Die Reformation ließ Gesangbücher entstehen, da der muttersprachliche Gemeindegesang an Bedeutung gewann, veränderte dadurch zugleich Rolle und Größe der begleitenden Orgeln in den Kirchenbauten und insgesamt die Kirchenmusik. Luthers Bewertung oszilliert bis heute zwischen Kirchenvater oder Kirchenspalter, Nationalheld oder Fürstenknecht, grundlegender Förderer der Nationalsprache, Vorkämpfer (christlicher) Gewissensfreiheit und schulischer Allgemeinbildung oder glühender Antisemit.

Weiterlesen