Das Gemeinsame Kulturerbe

Seit 20 Jahren gibt es die Publikationsreihe des Arbeitskreises Deutsche und Polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger

Die Reihe der Tagungsbände des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Kooperation mit dem Instytut Sztuki PAN Warszawa wurde 2002 mit der ersten Tagung zum Umgang mit dem kulturellen Erbe in Deutschland und Polen ins Leben gerufen. Seitdem sind 13 ganz unterschiedliche Sammelbände veröffentlicht worden, die das breite Themenspektrum des Arbeitskreises beleuchten und Forschungsergebnisse aus zwei Jahrzehnten präsentieren.

Für den Vertrieb in Deutschland ist der Verlag Herder-Institut zuständig. Die Titel direkt per E-Mail an vertrieb@herder-institut.de bestellt werden.


Die postindustrielle Stadt und ihr Erbe im 21. Jahrhundert. Schutz – Erhaltung – Revitalisierung

Cover Das gemeinsame Kulturerbe Band 13

Band 13

Die postindustrielle Stadt und ihr Erbe im 21. Jahrhundert. Schutz – Erhaltung – Revitalisierung / Miasto postindrustrialne i jego dziedzictwo x XXI wieku. Ochrona – konserwacja – rewitalizacja

Hrsg. von Krzysztof Stefanski, Przemyslaw Paul Zalewski
Beiträge der 25. Tagung des ­Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Lodz 11.-14. Oktober 2017

2021, Warszawa
ISBN 978-83-66519-35-0


Die 18, in fünf Kapiteln sortierten, Beiträge erfassen eine ganze Bandbreite der Beschäftigung mit postindustriellem Erbe von der Transformation der Montanreviere, Hafenanlagen und Kraftwerke bis hin zu soziokulturellen, künstlerischen und kuratorischen Aspekten historischer Industriekultur. Die betrachteten Projekte stammen nicht nur aus Deutschland und Polen, sondern auch aus Argentinien, Estland, Italien und der Schweiz.


Kunstpatronage in Mitteleuropa zwischen Privatstiftung und Staatskunst

Cover Das gemeinsame Kulturerbe Band 12

Band 12

Kunstpatronage in Mitteleuropa zwischen Privatstiftung und Staatskunst / Artistic Patronage in Central Europe: From Private Foundations to State Art

Herausgegeben von Jakub Adamski

Beiträge der 27. Tagung des ­Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Warschau im September 2019

2021, Warszawa


Die Kunstpatronage, welche sowohl ein entwickeltes Mäzenatentum als auch vielfältige Stiftungsaktivitäten umfasst, ist eines der zentralen Themen der Kunstgeschichte. Sie ist zudem Gegenstand eines Buches, das als 12. Band der Reihe „Das Gemeinsame Kulturerbe“ erschienen ist. Die Publikation ist das Ergebnis der 24. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, die im September 2019 in Warschau stattfand. Der Band enthält 16 Beiträge auf Englisch und Deutsch, die von einer internationalen Gruppe von Kunsthistoriker:innen verfasst wurden. Die von den Autor:innen erörterten Forschungsfragen und methodischen Probleme betreffen die ideologischen Programme, Strategien und organisatorischen Hintergründe des Kunstmäzenatentums in Mitteleuropa, je nach der Situation von Auftraggebern, Stiftern, Kunstmäzenen, Künstlern, Kunsthändlern und Sammlern. Das Buch ist reich illustriert und dürfte für ein breites Spektrum von Forschenden und Kunstinteressierten von Interesse sein.


Re-Konstruktionen. Stadt, Raum, Museum

Band 11

RE-KONSTRUKTIONEN. STADT, RAUM, MUSEUM
Beiträge der 23. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Posen 7.-10. Oktober 2015
Herausgegeben von Piotr Korduba und Dietmar Popp
2019, Warszawa
322 S., Abb.
€ 29,–
ISBN 978-3-87969-448-8


Die seit den 1990er Jahren intensiv geführten Diskurse um das historisches Gedächtnis und die Identität scheinen die Domäne der Ideen und intellektuellen Konzepte zu verlassen und materielle Formen anzunehmen. Ausgangspunkt unserer Überlegungen sind re-konstruierte Orte, Räume und architektonische Objekte: Gefragt wurde, auf welche Weise das Wissen und die Vorstellung von ihrer Vergangenheit in eine physische, konkrete Form überführt werden; welche gesellschaftlichen Prozesse und kulturellen Muster sich in den Rekonstruktionsvorhaben spiegeln; welche Motive die Akteure leiten, wie die öffentlichen Debatten um die Projekte in den jeweiligen gesellschaftlichen Kontexten verlaufen; welche Rolle Architektur, bildende Künste, Raumgestaltung und andere Medien, auch neue Technologien, beim Phänomen der Re-Konstruktion spielen.


Die Maritime Stadt – Hafenstädte an der Ostsee vom Mittelalter bis in die Gegenwart

Band 10

DIE MARITIME STADT – HAFENSTÄDTE AN DER OSTSEE VOM MITTELALTER BIS IN DIE GEGENWART
Beiträge der 21. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Gdańsk 18.-21. September 2013
Herausgegeben von Tomasz Torbus und Katarzyna Anna Wojtczak
2017, Warszawa
542 S., Abb.
€ 27,–
ISBN 978-83-65630-50-6


Der Band enthält 22 Aufsätze gegliedert entsprechend der Chronologie und Thematik in drei Teile. Die Beiträge untersuchen die Entstehung und Ausbreitung der Backsteintechnologie am südlichen, westlichen und östlichen Ufer der Ostsee im Mittelalter (u.a. Dänemark, Lübeck und Riga), die Hafenstädte an der Ostsee als Rezipienten und Exporteure von Kunst und Architekturmustern in der Frühen Neuzeit sowie die Entwicklungen der Hafenstädte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie thematisieren dabei kontroverse Themen: etwa von der Rolle des Deutschen Ordens als Kunstmäzen im Mittelalter, über die in der Frühen Neuzeit erfolgende politische Positionierung einer deutschsprachigen Handelstadt im polnisch-litauischen Königreich und dessen Ausdruck in der Kunst, bis hin zum 20. Jahrhundert, mit der Selbstdarstellung der Freien Stadt Danzig 1921-39, und zu hochaktuellen Fragen der Kunst- und Kulturgeschichte wie etwa: Inwiefern spielten nationale Diskurse auch beim Wiederaufbau der Stadt nach 1945 eine Rolle? Oder: Welche Bedeutung nimmt die „Wiederentdeckung der Geschichte“ – das maritime und hanseatische Erbe – bei den Hafenstädten nach 1989 ein? Die Publikation basiert auf den neusten Ergebnissen der historischen, archäologischen und denkmalpflegerischen Untersuchungen und bietet eine komparatistische Analyse der im Laufe der Jahrhunderte im Ostseeraum zu beobachtenden künstlerischen Phänomene. Die ausgewählte Kompilation der Texte wirft ein neues Licht auf das gemeinsame Erbe, vereint in den spezifischen Schmelztigeln der Kultur, die die Hafenstädte waren (und immer noch) sind.


Kulturerbe und Aneignungsprozesse in Deutsch-Polnischen Kontakträumen. Motivationen, Realitäten, Träume

Band 9

KULTURERBE UND ANEIGNUNGSPROZESSE IN DEUTSCH-POLNISCHEN KONTAKTRÄUMEN
Motivationen, Realitäten, Träume
Beiträge der 20. Jubiläumstagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Frankfurt (Oder)/Słubice, 2012
Herausgegeben von Paul Zalewski und Joanna Drejer
2014, Warszawa
363 S., Abb.
€ 25,–
ISBN 978-83-63877-52-2


Stadtkultur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit in Ostmitteleuropa und ihre Renaissance im 19. Jahrhundert

Band 8

STADTKULTUR DES SPÄTEN MITTELALTERS UND DER FRÜHEN NEUZEIT IN OSTMITTELEUROPA UND IHRE RENAISSANCE IM 19. JAHRUNDERT
Herausgegeben von Marco Bogade
2012, Warszawa
267 S., Abb.
€ 24,–
ISBN 978-83-63877-02-6


Stadtfluchten

Band 7

STADTFLUCHTEN
Herausgegeben von Małgorzata Omilanowska und Beate Störtkuhl, unter Mitarbeit von Birte Pusback
2011, Warszawa
382 S., Abb.
€ 25,–
ISBN 978-83-89101-01-3


Die Etablierung und Entwicklung des Faches Kunstgeschichte in Deutschland, Polen und Mitteleuropa

Band 6

DIE ETABLIERUNG UND ENTWICKLUNG DES FACHES KUNSTGESCHICHTE IN DEUTSCHLAND, POLEN UND MITTELEUROPA
Hrsg. von Wojciech Bałus und Joanna Wolańska
unter Mitarbeit von Birte Pusback
Anlässlich des 125jährigen Gründungsjubiläums des ersten Lehrstuhls für Kunstgeschichte in Polen
2010, Warszawa
590 S., 136 s/w und Farbabb.
€ 28,–
ISBN 978-83-89101-95-2


Visuelle Erinnerungskulturen und Geschichtskonstruktionen in Deutschland und Polen seit 1939

Band 5

VISUELLE ERINNERUNGSKULTUREN UND GESCHICHTSKONSTRUKTIONEN IN DEUTSCHLAND UND POLEN SEIT 1939
Herausgegeben von Dieter Bingen, Peter Oliver Loew und Dietmar Popp
2008, Warszawa
344 S., 161 s/w Abb.
€ 25,–
ISBN 978-83-89101-81-5 poln., ISBN 978-3-87969-357-3 dt.


Landgüter in den Regionen des gemeinsamen Kulturerbes von Deutschen und Polen – Entstehung, Verfall und Bewahrung

Band 4

Landgüter in den Regionen des gemeinsamen Kulturerbes von Deutschen und Polen – Entstehung, Verfall und Bewahrung
Herausgegeben von Birte Pusback und Jan Skuratowicz


Visuelle Erinnerungskulturen und Geschichtskonstruktionen in Deutschland und Polen 1800 bis 1939

Band 3

Visuelle Erinnerungskulturen und Geschichtskonstruktionen in Deutschland und Polen 1800 bis 1939
Herausgegeben von Robert Born, Adam S. Labuda und Beate Störtkuhl


Wanderungen: Künstler – Kunstwerk – Motiv – Stifter

Band 2

WANDERUNGEN: Künstler – Kunstwerk – Motiv – Stifter
Herausgegeben von Małgorzata Omilanowska und Anna Straszewska
2005, Warszawa
441 S., 235 s/w und Farbabb.
€ 25,–
ISBN 978-83-89101-43-3


Der Umgang mit dem kulturellen Erbe in Deutschland und Polen

Cover Das-gemeinsame-Kulturerbe-Band-1

Band 1

Der Umgang mit dem kulturellen Erbe in Deutschland und Polen
Hrsg. von Andrea Langer
2004, Warszawa
419 Seiten, 196 s/w und Farbabb.,
€ 25,–
ISBN 83-89101-29-7

Beiträge der 9. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer
Kunsthistoriker und Denkmalpfleger in Leipzig, 26.-29. September 2002


Geschichte und Probleme der Denkmalpflege: Im Mittelpunkt steht die Architektur als sicherlich prägendstes Element des gemeinsamen Kulturerbes, betrachtet in der Makroperspektive des Städtebaus und der Mikroperspektive einzelner Baudenkmale. Die Indienstnahme der Architektur und des Städtebaus zum Zwecke der Rückgewinnung einer eigenen Identität sowie zur Neuaneignung und Konstruktion lokaler bzw. regionaler Identität in unterschiedlichen historischen Situationen führt als roter Faden durch die Fallstudien. Ebenso gilt der Frage, in welcher Weise Ideologisierungen denkmalpflegerische Entscheidungen und Aktivitäten beeinflussen und zu historisch verfälschenden Ergebnissen führen können, besondere Aufmerksamkeit.

Mit dem zweiten thematischen Schwerpunkt der Tagung „Kulturgutverluste im deutschpolnischen Kontext“ hat sich der Arbeitskreis erstmals einem der schwierigsten Punkte deutsch-polnischer Beziehungen in der Nachkriegszeit gestellt. Noch immer ist die Problematik der Restitution von Kulturgütern, die sich seit Kriegsende auf dem Territorium des jeweils anderen Staates befinden, nicht gelöst.

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