Zukunft miteinander – Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn

Spannendes Seminar der Akademie Mitteleuropa e.V.

Für vier Tage, vom 25. bis 29. März, kamen rund fünfzig Teilnehmende aus Deutschland, Tschechien, Weißrussland, Rumänien und Ungarn im pittoresken Bad Kissingen für das Seminar „Zukunft miteinander – Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“ zusammen. Zum Austausch diente die Bildungs- und Begegnungsstätte Der Heiligenhof in der Trägerschaft der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk, geladen hatte der Studienleiter der Akademie Mitteleuropa e.V., Gustav Binder.

Heiligenhof bei Bad Kissingen
Heiligenhof

Die Teilnehmenden kamen auf Eigeninitiative oder in den Gruppen von Dr. Jan Capek, Dr. Lenka Matuskova und Lenka Svobodova aus Prag und Pardubice oder in den Gruppen von Professor András Balogh aus Budapest und Cluj angereist.

Im Heiligenhof hörten sie Vorträge von Oberstleutnant d.R. Feldmann und Oberst d.R. Danzer zu den aktuellen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas. Mit dem Thema Deutsch als Fremdsprache setzten sich Professor Földes (Erfurt) und Dr. Capek (Pardubice) auseinander. Dr. Meinolf Arens (München/Geseke), Dr. Karel Vodicka (Prag) und Dr. Matuskova (Pardubice) stellten verschiedene Perspektiven auf die aktuelle politische Lage in Europa und in mitteleuropäischen Grenzräumen vor. Professor Balogh, der auch Mitglied des Kuratoriums der Akademie ist, referierte zur Verquickung von Medien und politischen wie wirtschaftlichen Interessen.

Vortrag von Victoria Harms im Heiligenhof
Vortrag von Victoria Harms
Neben Vorträgen auch Gruppenarbeit

Um Interaktivität und Gruppenarbeit bemühte sich die Autorin selbst mit dem Vortrag „Vom Kalten Krieg zur neuen Eiszeit: Deutsch-ungarische Beziehungen seit 1945.“ Zu den Handreichungen gehörten Auszüge aus Dokumenten der Deutschen Botschaft Budapest und des Auswärtigen Amtes (bswp. ein Gespräch zwischen Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Außenminister Péter Várkonyi von 1986) sowie verschiedene Artikel aus dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel von 1985 bis 2002.

Klar wurde in allen Vorträgen, dass – getreu dem Titel der Veranstaltung – eine gemeinsame Zukunft in Europa nur durch Dialog erfolgreich gestaltet werden kann. Nicht untypisch für die Region ließen sich Missverständnisse nicht so sehr auf kulturelle, sondern primär auf sprachliche Barrieren zurückführen.

Victoria Harms

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