Gefakt, umkämpft, ergebnisoffen – Wahlen in der Vormoderne

Die Teilnahme an Wahlen gehörte auch in Städten der Vormoderne zu den Rechten und Pflichten der Bürger. Die Wahlen zum Stadtrat sind hier nur die Spitze des Eisberges. Gewählt wurde eine stattliche Anzahl an Funktionsträgern, so in Gilden, Bruderschaften, Nachbarschaftsverbänden und Pfarreien, aber auch Vertreter der Bürgerschaft für öffentliche städtische Verwaltungs- sowie für karitative Ämter. Für die spätmittelalterliche italienische Stadt Bologna wurde eine Anzahl von jährlich ungefähr 1800 Funktionsträgern geschätzt, die durch Wahl bestimmt wurden.

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Ausstellung: Kulturerbe im Fokus

Zu sehen sind sowohl allgemeinbekannte Denkmäler wie die Marienkirche in Krakau, solche, die zu Vorbildern wurden und die Hauptströmungen und Tendenzen der europäischen Kunstgeschichte widerspiegeln wie z.B. die Sigismundkapelle der Kathedrale in Krakau, aber auch Besonderheiten der osteuropäischen Kulturlandschaft, die einzelnen Phänomene wie die Holzarchitektur der Orthodoxe Kirche Sankt Paraskewa in Kwiatoń (Polen) oder die ausdrucksstarken Skulpturen der Holzbildhauers Johann Georg Pinsel aus der heute zerstörten Kirche in Hodowyzja (Ukraine).

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