Wertvolle Bestände im Brandfall schützen können

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bilden sich weiter, um die wertvollen Sammlungen des Herder-Instituts im Ernstfall zu schützen

Seit 1.10.2017 gibt es einen Brandschutzbeauftragten am Herder-Institut, der auch Brandschutzhelfer benötigt. Um diese auszubilden, fand am 8. November 2017 ein Feuerlöschtraining in der Hauptfeuerwache Marburg statt. Es fanden sich aber noch einige andere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein, die aus eigenem Interesse daran teilnahmen.

Theorie vor Praxis

Oberbrandmeister Joscha Schmidt führte zunächst den theoretischen Teil durch, bei dem alle in den warmen Räumlichkeiten der Feuerwache bleiben konnten.

Oberbrandmeister Schmidt erklärt die Benutzung von Feuerlöschern

Er erläuterte z.B. die verschiedenen Löschmittel wie Löschdecke, Feuerlöschspray aus der Dose bis hin zu Feuerlöschern (gefüllt mit Pulver, Schaum, CO2 oder Wasser), dass Brände in verschiedene Brandklassen eingeteilt werden, für die bestimmte Löschmittel einzusetzen sind und was davon im Betrieb vorhanden sein muss. Dies sind neben Feuerlöschern auch Sammelplätze im äußeren Bereich, von denen es auch seit neuestem zwei im Herder-Institut gibt.

So lobenswert es zwar ist, selbst ein kleines Feuer zu löschen, sollte jedoch der Eigenschutz immer Vorrang haben, betonte Herr Schmidt, denn Brände können sich sehr schnell ausbreiten. Man solle in jedem Fall die Feuerwehr rufen, selbst wenn das Löschen gelungen ist. Das Herder-Institut hat dafür eine Brandmeldeanlage, die bei Rauchentwicklung automatisch einen Notruf an die Leitstelle der Feuerwehr Marburg absetzt.

Praxistest mit Feuersimulation

Anschließend ging es nach draußen in die Kälte. Doch lange musste keiner frieren, denn Herr Schmidt entfachte immer wieder Feuer an einer Feuersimulationsanlage. Jeder und jede durfte unter Aufsicht einmal praktisch ausprobieren, wie es sich anfühlt, selber zu löschen! Kaum jemand hatte bislang einen Feuerlöscher in der Hand gehabt. Am eindrucksvollsten jedoch war die Demonstration eines Fettbrandes und was passiert, wenn man diesen mit Wasser zu löschen versucht: Eine bestimmt 7 Meter hohe riesige Stichflamme entstand bei einem Topf von ca. 10 cm Durchmesser mit brennendem Fett, wenn man nur ein kleines Glas Wasser hineinkippt.

Des Weiteren wurde gezeigt, was passiert, wenn eine haushaltübliche Spraydose durch Hitze unter starken Druck gerät: Sie explodiert mit einem lauten Knall und der Inhalt fängt an zu brennen. Trotz spektakulärer Vorführungen fuhren alle mit einem sicheren Gefühl und dem Wissen, wie man sich im Ernstfall verhalten soll, zurück zur normalen Arbeit.

Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an Achim Diener, Brandschutzbeauftragter des Herder-Instituts, für die Formulierungshilfe!

Ein Gedanke zu „Wertvolle Bestände im Brandfall schützen können

  • Januar 8, 2018 um 9:03 pm
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    Guten Tag. Dank für diesen großartigen Artikel. Ich mag Deine Webseite!

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