Einblicke in ein spannendes Forscherleben

Am 7. November 2017, dem 150. Geburtstag von Marie Curie fand eine gut besuchte Lesung am Herder-Institut statt.

Wie hat sie es nur geschafft Forschung und Familie zu meistern?

Diese Frage stellten sich sicherlich viele Zuhörerinnen und Zuhörer unserer Lesung zu Marie Curie, die als Maria Skłodowska 1867  in Warschau geboren wurde. In Ihrer Heimatstadt war es ihr nicht möglich ein Studium aufzunehmen, sie musste dazu ins ferne Paris reisen. Dass die materiellen Grundlagen der Familie für ein Forscherleben keineswegs ausreichten, zeigt die Notwendigkeit als Hauslehrerin eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Mit ihrer Schwester verabredete sie einen Plan, wie beide ihren Neigungen folgend, nacheinander Medizin und Physik studieren könnten. Eine Schwester half dabei jeweils der anderen bei der Finanzierung.

 

Diese und weitere interessante Details aus dem Leben von Marie Curie hatten Elke Bauer und Anna Veronika Wendland in akribischer Recherche aus mehreren Biografien zusammengetragen und für die Lesung am Herder-Institut aufbereitet. Besonders schön war die Einbindung von privater Korrespondenz, die immer wieder die Brücke schlug zwischen Paris und Warschau und in Zeiten ohne Telefon und Internet die Entfernungen erträglicher machen konnte.

Marie Curie ( 1867-1934 ) in ihrem Laboratorium, 1925
Marie Curie ( 1867-1934 ) in ihrem Laboratorium, 1925

Dass Marie Curie nach dem frühen Tod ihres Mannes Pierre Curie zu kämpfen hatte, ist unbestritte. Wie sie sich mit Passion für die Naturwissenschaften der gemeinsam begonnenen Lebensaufgabe widmete, ist umso beeindruckender.

Die Veranstaltung bot beeindruckendes Wissen über eine als Ausnahmewissenschaftlerin bekannte Frau zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts.

Bibliotheksleiter Jürgen Warmbrunn begrüßt die Vorleserinnen Elke Bauer und Anna Veronika Wendland
Lesungen am Herder-Institut

Das Herder-Institut veranstaltet regelmäßig Lesungen zu Themen aus Ostmitteleuropa vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte. Mit dabei sind literarische, musikalische, wissenschaftshistorische und auch Texte, fast immer von einer Ausstellung aus unseren Sammlungen und der Forschungsbibliothek begleitet werden.

Wer eine Lesung verpasst hat, kann den Ton der Veranstaltung online nachhören in unserem Lesungsarchiv.

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