Eine Reise durch Polesiens Atomstädte

Polesiens Landschaft

In den 1970er Jahren entstanden im ukrainischen Polesien, einer der letzten großen Auwald- und Sumpflandschaften Europas, drei Kernkraftwerke mit den dazugehörigen „Atomstädten“: Tschernobyl AKW/Pripjat, Rivne AKW/Kuznecovsk und Chmelnyckyj AKW/Netišyn. Großbaustellen und Kernkraftwerk-Anlagen gaben der einheimischen Bevölkerung neue Berufsperspektiven und zogen Arbeitsmigranten aus der gesamten Sowjetunion an. Tschernobyl AKW und Pripjat sind zum Symbol einer globalen Katastrophe geworden. Für Kuznecovsk und Netišyn hingegen brachten 1986 und die darauffolgende Stilllegung des Tschernobyl AKW einen Aufschwung. Diese Atomstädte, die sich von zahlreichen anderen monoindustriellen Plattenbaustädten auf dem postsozialistischen Raum kaum unterscheiden, sind „keine Schönheiten“ und könnten auch Pripjat-2 und Pripjat-3 genannt werden.

Wie leben heute die Menschen dort, wo die Atomindustrie keine Angst erweckt, sondern eine Existenzgrundlage bildet? Im September 2016 reiste ich in die Ukraine, um Kontakte zu Interviewpartnern zu knüpfen, lokale Museen zu besuchen, ihre Archive zu durchforsten und meine Studie zum Wandel lokaler Identitäten in Polesien vorzubereiten. Diese Vorbereitungsfahrt wurde für mich zu einer spannenden Entdeckungsreise. Ich arbeite an meiner Studie im Forschungsprojekt „Polesien als Interventionslandschaft“.

Kiew

Meine erste Station ist das nationale Tschernobyl-Museum in Kiew. Es wurde 1992 im Gebäude der ehemaligen Feuerwehrwache eröffnet, da Kiewer Feuerwehrleute die Hauptlast bei der Liquidierung der Folgen der Katastrophe getragen hatten. Ein Treppenaufgang mit den Ortsschildern umgesiedelter Dörfer, geschmückt mit bunten Ruschniki (traditionellen ukrainischen Tüchern) und ebenfalls bunten Koi-Nobori aus Fukushima (japanischen Karpfendrachen), führt zur über 1000 m2 großen Dauerausstellung. Sie erzählt nicht nur von der Stadt Pripjat, dem AKW und der Geschichte der Liquidierung und der Liquidatoren, sondern auch von der Kultur und Natur Polesiens, der Umsiedlung und dem Trauma der lokalen Bevölkerung.

Der Hauptsaal mit seiner Mischung aus orthodoxer Kirche, AKW-Warte und typischen Dorfhütten mutet wie eine riesige psychodelische Installation an, in der Symbole der Kerntechnik, der UdSSR und der slawischen Mythologie miteinander verschmelzen. Obwohl dies auf den ersten Blick manche Besucher verwirren mag, entspricht dies der tiefen Religiosität und dem archaischen Brauchtum der Bevölkerung Polesiens und ihrer Art und Weise, das Trauma zu verarbeiten. Nach 1986 entstand in der Ukraine eine ganz eigene Tschernobyl-Ikonografie mit „Heiligen“- Liquidatoren, „Wermut“-Sternen aus der Apokalypse und Fantasiewesen. Museumsmitarbeiter vermitteln mir den Kontakt zum Priester der Kirche in Tschernobyl, zur Altgläubigen-Gemeinde in Kiew, die sich, aus Tschernobyl evakuiert, in der Hauptstadt wiederfand, und zu einem der ersten der 28 lokalen Feuerwehrmänner, der als AKW-Liquidator überlebte und Priester wurde.

Im Bezirk Troeščina, wo viele Pripjat-Evakuierte seit 1986 wohnen, treffe ich in einer Galerie Alexej Breus von der Künstlergruppe „Storncium-90“. Er erzählt mir von seinen Erlebnissen als junger Moskauer Atomingenieur im Pripjat der 80er Jahre und auch davon, wie er am 26. April 1986 auf dem Weg zu seiner Schicht die brennenden Ruinen des 4. Blocks sah.

In Kiew treffe ich auch Lev Finberg, den Direktor des Zentrums für Geschichte und Kultur osteuropäischer Juden, den ich bereits aus früheren Projekten kenne und der in den 80er Jahren als Liquidator in Tschernobyl tätig war. Was für ein Zusammentreffen! Diesmal erzählt mir Finberg, dass er als junger Ingenieur 1980 in Netišyn in einem Team arbeitete, das den symbolischen ersten Pflock in den Boden am künftigen Standort des AKW Chmelnyckyj einschlug.

Varaš

Als ich Kiew verlasse, regnet es in Strömen. Der Minibus fährt sieben lange Stunden durch zahllose Wälder und Felder, die Polesien seinen Namen geben. Einige Passagiere schlafen, andere schauen schweigend eine russische Fernsehserie auf dem Busbildschirm. Plötzlich hört der Regen auf, aus dem Nebel tauchen blaue Holzkruzifixe auf, die mit bunten Ruschniki geschmückt sind und an Straßenkreuzungen stehen. Gleich danach sehe ich riesige, dampfende AKW-Kühlturme am Horizont, die mir in dieser Bilderbuchlandschaft wie außerirdische Raumschiffe vorkommen.

Das Dorf Varaš, bereits 1776 schriftlich dokumentiert, leitet seinen Namen wahrscheinlich von den Wörtern „Waräger“ (varjag) oder „Magier“ (volchv) ab. An seiner Stelle entstand 1973 Kuznecovsk, benannt nach dem sowjetischen Geheimagent und Partisanen Nikolaj Kuznecov. Gebaut wurden damals nicht die Straßen, sondern ganze Bezirke, sodass Kuznecovsker Anschriften keine Straßen-, aber Bezirksnahmen haben.

Im Zuge der Entsowjetisierung in der Ukraine, wobei 2016 die Verwendung kommunistischer Symbole gesetzlich verboten wurde, nannte man Kuznecovsk in Varaš um. Dies führt zu mancher Tautologie. So lautet meine Adresse: Stadt Varaš, Bezirk Varaš, Hotel Varaš! Dort werde ich von Ivanna Kovb, der Mitarbeiterin der AKW-Pressestelle abgeholt, durch die Stadt geführt und mit ersten Kontakten versorgt, woaus sich in darauffolgenden Tagen immer neue Treffen nach einem Schneeballprinzip ergeben. Der Name „Anna Veronika Wendland“ öffnet buchstäblich alle Türen! Als ihre Kollegin werde ich in Varaš überall herzlich empfangen.

Ich arbeite im Infozentrum „Polissja“, das sich in einem typisch sowjetischen Kinogebäude befindet, ein Kernkraftwerksmuseum ist und vom Rivne AKW unterhalten wird. In seinem Foyer hängen Öllandschaften lokaler Künstler, bunte Kinderzeichnungen zum AKW-Wettbewerb und ein ikonenartiges Bild mit der Heiligen Maria im Regenbogenlicht und AKW-Kühltürmen.

In der Dauerausstellung ist auch ein ethnografischer Raum zu besichtigen, der das Innere einer traditionellen Hütte Polesiens darstellt. Der Stand über den roten Partisanen Kuznecov ist bereits weggeräumt. Eine Ausstellung über junge Männer, die zur Sowjetzeit im Afghanistan-Krieg und vor kurzem im Osten der Ukraine gefallen sind, wird dagegen immer größer.

In Kuznecovsk findet gerade ein Fachwettbewerb für AKW-Berufsanfänger aus allen ukrainischen Atomstädten statt. Ich werde zusammen mit einer fast ausschließlich männlichen Gruppe durch die Ausstellung geführt. Besonders lange bleiben sie am großen leuchtenden Reaktormodell stehen. Währenddessen fällt mir ein Foto ein, das die Einweihung des neuen Reaktors durch einen orthodoxen Priester zeigt.

Im „Polissja“ finden jeden Tag neue Gespräche und Interviews statt, Mitarbeiterinnen laden mich ständig zu Tee, Kaffee und Süßigkeiten ein. Aber kein Tag ist lang genug, um sich mit ihnen ruhig zu unterhalten, da meine neuen Bekannten für mich immer neue Interviewpartnerinnen aussuchen. So lande ich zuerst in einem UNESCO-Gymnasium und gleich danach in einer Schule.

Überall wartet auf mich ein ganzes Lehrerteam, natürlich wieder mit Kaffee, Pizza und Borschtsch. Kinder führen mich stolz durch Gebäude und Schulmuseum. Alle sind froh, dass ich extra aus Deutschland komme, um ihr Leben kennenzulernen. Noch mehr freuen sich alle, dass ich dabei eine Russin bin. Erst bittet man mich, mit den Kindern Deutsch zu reden, damit sie ihre Sprachkenntnisse praktizieren könnten. Danach fragt man mich, ob ich ein Interview für die Schulzeitung geben würde. Das Thema lautet: Warum ist es heute immer noch wichtig, Russisch zu lernen … Der Krieg in der Ostukraine ist überall präsent: in den Medien, in Museen, auf Graffitis in der Stadt, in Gesprächen. Es gibt auch erste Kriegsgefallene aus Varaš. Aber viele Familien haben Freunde und Verwandte in Russland und leiden darunter, dass ihre privaten Kontakte heute in die Brüche gehen. Deshalb fühle ich mich hier oft als eine Art Peacemaker.

Die Lehrerinnen teilen mit mir ihre Sorgen. Die meisten Kinder gehen nach der Schule weg. In einer monoindustriellen Stadt wie Varaš gibt es nur zwei Zukunftsperspektiven: Entweder einen für das AKW relevanten Beruf zu erlernen oder sein Glück woanders zu suchen. Das zweite Problem ist die ökologische Situation … nicht wegen der Gefahren der Kernenergie, sondern wegen des „Bernsteinfiebers“. Dies sei, benannt nach dem Goldrausch im Wilden Westen, „die aktuell gefährlichste Landschaftsintervention“, sagen mir viele. In Polesien wird seit Jahren ein illegaler Bernsteinabbau mit barbarischen Methoden betrieben. Statt Wald bleibt danach eine säuerlich vergiftete Sandwüste übrig. Die lokale Konkurrenz um Bernsteinvorkommen entwickelt sich sogar zu richtigen Mafiakriegen, sodass die ukrainische Regierung 2014 die Armee ins Rivne Gebiet entsenden musste.

An einem sonnigen Nachmittag unternehme ich allein einen Spaziergang. Varaš ist eine Stadt der Kontraste: Alt und Neu, Lokal und International existieren hier nebeneinander. Neben einem sowjetischen Betondenkmal für „das friedliche Atom“ wird eine neue Kirche gebaut. In typisch sowjetischen Plattenbauen befinden sich heute Restaurants und Schuhgeschäfte mit italienischen Namen: Milano, Venecija, Toskana. Hin und wieder sehe ich Autos mit EU-Kennzeichen, aber auch Pferdekutschen, mit denen Dorfbewohner in die Stadt zum Einkaufen fahren.

Hinter dem Markt endet die Stadt und damit auch die asphaltierte Straße. Autofahrer trauen sich nicht, durch eine gigantische Wasserlache zu fahren. Ich gehe weiter und gelange nach Stara Rafalifka. In der Vergangenheit war es ein jüdisches Schtetl. Heute gibt es vor dem Kulturhaus einen kleinen Gedenkstein mit dem eigenen Stadtwappen nach Magdeburger Recht. Als das Rivne AKW, Kuznecovsk und die Bahnstation mit einer neuen, gleichnamigen Ortschaft gebaut wurden, stieg Stara Rafalifka zu einem kleinen Dorf am Stadtrand ab.

In Stara Rafalifka ist von der technischen Modernität der benachbarten Stadt Varaš wenig zu spüren. Die Straßen sind nicht asphaltiert, es fahren kaum Autos, dafür aber viele Radfahrer und Pferdekutschen. Die archaischen Hütten, die heute noch genauso wie auf historischen Fotos aussehen, sind sauber und frisch gestrichen. Ganze Familien nutzen die Herbstsonne, um in ihren Gärten zu arbeiten. „Die Poleschuken sind neugierig und freundlich, aber zurückhaltend, sie lassen Fremde nur sehr ungern in ihre Häuser rein“, erzählt mir Myroslava Vorbej, eine Historikerin und Dichterin, die sich der Ethnografie Polesiens widmet. Tatsächlich, wenn ich Großmütter und Großväter vor ihren Häusern frage, ob ich ein Foto von ihnen machen darf, verneinen sie höflich.

Zum Glück organisiert Myroslava einen Besuch im Dorf Sopachiv. Die Rentnerin Maria Šuriberko erzählt uns beim Teetrinken ihre Familiengeschichte, zeigt Fotos. Maria arbeitete als Bibliothekarin im Kulturhaus. Sie war eine preisgekrönte Sängerin und Künstlerin, die immer noch gern Ölbilder malt. Ihr verstorbener Mann war Traktorist. Die erwachsenen Kinder leben und arbeiten in Varaš. Im Laufe des Abends singen beide Frauen ihre Lieblingslieder. In Polesien singen die Menschen viel.

Netišyn

Der Bus Varaš-Netišyn fährt nur zweimal pro Woche. Der Bus ist voll: Viele Studenten fahren am Sonntag nach Ostroh, wo sich eine Akademie befindet. Während der langen Fahrt diskutieren sie über Altkirchenslawisch. Es ist stockdunkel. An der Endhaltestelle bleibe ich als einziger Fahrgast im Bus. Der freundliche Fahrer bringt mich vor seinem Feierabend direkt zum Hotel „Am Wald“. Das nächtliche Netišyn kommt mir wie ein Dorf vor, auf dem Weg höre ich nur Hundegebell und einzelne Hahnenschreie.

Als ich am nächsten Morgen ins Stadtmuseum für Heimatkunde gehe, sehe ich breite Straßen, große Plätze, ein Einkaufszentrum, weiße, in der Sonne glänzende Hochhäuser mit Geschäften und Restaurants. Netišyn wurde 1977 an der Stelle eines gleichnamigen Dorfes gegründet. Das Dorf ist bereits 1542 dokumentiert und lag neben der Stadt Ostroh, mit der es wirtschaftlich und kulturell bis 1939 verbunden war.

Das Museum, das sich im Erdgeschoss eines typisch sowjetischen Plattenbaus befindet, beeindruckt mich mit seinem Reichtum. Während das Infozentrum „Polissja“ in Varaš ein AKW-Museum mit einem Polesien-Raum ist, ist es hier ein 930 m2 großes Polesien-Museum mit 18 Räumen, von denen nur ein Saal dem AKW gewidmet ist. Ein anderer Raum zeigt Fotos und Gegenstände aus dem Dorf Dorogošča, das bis 1986 direkt neben Netišyn lag. Im Tschernobyl-Jahr wurde auch Dorogošča evakuiert! Nicht jedoch wegen der Radioaktivität, sondern weil es für ein AKW-Abklingbecken geflutet wurde.

Es scheint mir auch, dass die Menschen in Netišyn etwas distanzierter und kritischer gegenüber dem AKW sind. Sogar im neuen Fotoalbum über die Stadt, das 2016 erschien, ist ein Foto aus der lokalen Anti-AKW-Bewegung abgedruckt. Man ist zwar stolz auf das AKW und die damit verbundene Stadtgeschichte, aber man gibt zu, dass die Anti-Atom-Bewegung auch hier existierte und damals mit der Unabhängigkeitsbewegung verbunden war.

Im Unterschied zu Varaš hat Netišyn Straßennamen. Aber es gibt viele inoffizielle Bezeichnungen. Ein Plattenbau heißt „Černobylskij budinok“, da die Pripjat-Evakuierten dort wohnen. Auf dem Weg zum AKW befindet sich der „Varšavskij rajon“, der Warschauer Bezirk, den Polen in den 1980er Jahren gebaut und bewohnt hatten. Man erzählt mir, dass einige Familien immer noch Freundschaften zu ihren damaligen polnischen Kollegen pflegen, dass einige ukrainisch-polnische Ehen geschlossen wurden. Ein Pole ist sogar geblieben und betreibt heute zusammen mit seiner Frau eine Bäckerei hier.

Prometheus-Mosaik am Hotel „Horyn’“ in der Atomstadt Netišyn (Gebiet Chmel’nyc’kyj, Westukraine), Foto: Svetlana Boltovskaja

Sonst ist in Netišyn vieles ähnlich wie in Varaš: Es gibt Plattenbauten und alte Hütten, einen Fluss, einen Friedhof, mehrere gute Schulen und Sportanlagen. Überall werden neue Kirchen gebaut und alte restauriert, man sieht auch hier Pferdekutschen, und Auswanderung ist ein wichtiges Thema. Fast alle, die ich hier kennenlerne, haben Verwandte in Deutschland, Italien, Frankreich oder Portugal.

Auch hier werde ich von allen – von der Direktorin bis zu den Aufsichtsfrauen – freundlich empfangen und ins Herz geschlossen. Es spricht sich herum, dass ich aus Deutschland komme, um über das Leben hier zu forschen. Galina Savčuk, eine waschechte polešučka (Polesierin), ehemalige Kindergärtnerin und heute Museumsmitarbeiterin, erzählt mir ihre Lebensgeschichte und bringt mir einen Zeitungsartikel über ihren Mann. Er war einer der Pioniere beim Aufbau der Stadt. Galina zog zu ihm aus einem Dorf bei Rivne, hier haben sie ihre erste Wohnung im ersten gebauten Haus bekommen und hier sind ihre Kinder geboren.

Der Museumsfotograf Viktor Vojkovskij, der die Stadtgeschichte seit ihrem Anfang dokumentiert, erzählt mir, wie er 1979 mit seiner Ehefrau zu ihrer Familie nach Netišyn zog und vom einfachen Bauarbeiter zum Zeitungsjournalisten aufstieg. Oxana, eine junge Historikerin, die in Netišyn geboren ist und in Ostroh studiert, führt mich durch die Stadt. An einem Abend bringt sie mich zu einer neuen Sehenswürdigkeit, einem „Atom-Mammuts“-Graffiti. Das hat die lokale Künstlergruppe Garage Gang auf eine Umspannstation gemalt.

Auf der langen Rückfahrt nach Kiew komme ich mit Passagieren ins Gespräch. Wir reden über den Krieg in der Ostukraine, über Politik, Wirtschaft, Korruption, Migration … Eine ältere Frau erzählt mir ihre Geschichte. Nach 1991 arbeiteten sie und ihr Mann jahrzehntelang für ein ukrainisches Bauunternehmen in Turkmenistan. Jetzt pendelt sie nur noch von Netišyn nach Kiew und vermisst ihr damaliges Leben. Ihr Mann ist immer noch beruflich im Ausland unterwegs und der Sohn arbeitet als Bauingenieur in den Karpaten.

Schüchtern bringt sich auch ein Mann in unser Gespräch ein. Er kommt aus der Stadt Slavuta. Er erinnert sich an die Anfangszeit des AKW. Aus der ganzen Sowjetunion kamen damals junge Frauen nach Netišyn, und alle lokalen Jungs waren verrückt danach, sie kennenzulernen. Ja, es war damals viel los in Netišyns Discos. Heute gibt es hier kaum mehr Arbeit, von der man leben kann. Seine Frau und seine Tochter wohnen bereits in Kiew. Jetzt haben sie auch eine Stelle für ihn besorgt. Er fährt in die Hauptstadt, um dort ein neues Leben mit seiner Familie zu beginnen.

Svetlana Boltovskaja

 

7 Gedanken zu „Eine Reise durch Polesiens Atomstädte

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