Lesung Karl IV

Vita Caroli Quarti – Kaiser Karl IV. und seine Autobiografie

Kaiser Karl IV., dessen 700. Geburtstag Anlass einer gemeinsamen Landesausstellung des Freistaats Bayern und der Tschechischen Republik war, zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Herrschern der böhmischen und deutschen Geschichte. Am Königshof in Frankreich erzogen, war er hochgebildet und sprach mindestens fünf Sprachen. Zu seinen nachhaltigen Leistungen zählt die Goldene Bulle von 1356, die die Wahl des römisch-deutschen Königs und künftigen Kaisers durch sieben Kurfürsten bis zum Ende des alten Reiches (1806) verbindlich regelte.
Nach Friedrich II. ist er der einzige Kaiser, der zum Grab der heiligen Elisabeth in Marburg pilgerte.

Eine außergewöhnliche mittelalterliche Quelle ist die von Karl verfasste Autobiographie, in der er wichtige Stationen seines Jugendlebens im Sinne einer mittelalterlichen Wegelehre programmatisch schildert. In der Lesung werden Auszüge hiervon vorgetragen und in ihren jeweiligen historisch-weltanschaulichen Kontext eingeordnet.

Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld ist seit 2001 am Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde (Marburg) tätig und lehrt als Honorarprofessor an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Einführung gab Dr. Norbert Kersken.

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