Lesung Rezeption des Deutschen Ordens

Die propreußische Rezeption des Deutschen Ordens und seines ‚Staates‘ im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert

Lesung mit Caspar Ehlers

In der Lesung geht es nicht um die mittelalterliche Geschichte des Deutschen Ordens beziehungsweise seines ‚Staates‘, sondern um die Rezeption beider im 19. und 20. Jahrhundert. Es ist recht bemerkenswert, welche Seite des »Ordo fratrum domus Sanctae Mariae Theutonicorum Ierosolimitanorum« die jeweiligen Verfechter einer Ideologie vom Ordensstaat hervorhoben. Und es ist erkennbar, dass man sogar einen Ordensstaat ohne Orden ideologisieren kann. Da – wie so häufig – Ideen ihre Vorgeschichten haben, muss bei einem Thema aus dem zwanzigsten Jahrhundert im zwölften Jahrhundert begonnen werden, in mittelalterlichen Zeiten.

Mitschnitt der Lesung

Wie so oft, wird eine mittelalterliche Vergangenheit ohne ihre Brüche und Transformationen in die Gegenwart übertragen und zu einem – oft unheilvollem – historischen Argument gemacht. Im Angesicht unserer Tage hilft es, sich diese Indienstnahmen von Geschichte vor Augen zu führen.