Lesung Blaumanis

Mittler zwischen den Kulturen

Der zweisprachige lettische Klassiker Rūdolfs Blaumanis und seine deutschsprachigen Erzählungen

Rūdolfs Blaumanis (1863-1908) gilt als lettischer Schriftsteller von kanonischem Rang. Der vorgestellte Erzählband, der von Benedikts Kalnačs und Rolf Füllmann herausgegeben wurde, präsentiert erstmals sämtliche von Blaumanis selbst in deutscher Sprache verfassten Erzählungen. Zwei davon sind Erstdrucke nach Handschriften.

Die Spanne der von Blaumanis behandelten Sujets reichen von der Dorfgeschichte des Realismus bzw. Naturalismus über neuromantische Jenseitsvisionen, Künstlernovellen, Weihnachtsgeschichten und novellistische Extremsituationen (‚Im Schatten des Todes‘) bis hin zur politischen Briefnovelle über zaristische Repression (‚Meine Flucht‘). Die in der Lesung präsentierten deutschen Prosatexte spiegeln mithin das breite Spektrum des Gesamtwerks von Rūdolfs Blaumanis beispielhaft wider. Er erweist sich so als gewichtiger Mittler zwischen den Sprachen und Kulturen und als Vertreter einer baltischen Moderne von gesamteuropäischer Relevanz.

Die Lesung gestaltete PD Dr. Rolf Füllmann (Köln).

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In Braki, wo Rūdolfs Blaumanis lebte, wurde 1959 ein Museum eingerichtet.

Mitschnitt der Lesung