Lesung Lettische Musik

Gesang als kollektive Musikkultur. Der Weg zur Unabhängigkeit Lettlands

„Lettland und die singende Revolution“ untersuchten Studierende des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie der Philipps-Universität Marburg für ein Lehrforschungsprojekt unter der Leitung des Lehrbeauftragten Bernard Poulelaouen, lic. phil.  Während der Lesung präsentieren sie ihre Ergebnisse. Sie konzentrieren sich dabei auf Fragestellungen zur zeitgenössischen Geschichte Lettlands bis zu den Ereignissen im Jahr 1991 rund um den Moskauer Putsch. Neben der seit Mitte der 1980er Jahre verstärkten, friedlich-gewaltlosen baltischen Opposition gegen die Unionspolitik der Kreml-Führung um Michail Gorbatschow und schließlich dem Wiedergewinn staatlicher Souveränität durch den Zerfall der Sowjetunion beleuchten sie speziell die kulturelle und politische Bedeutung des Gesangs für die Letten während ihres Ringens zur Zeit von Glasnost und Perestrojka um die Wiederherstellung ihrer Unabhängigkeit. Zahlreiche Fotos, Musikbeispiele und Filmdokumente werden gezeigt und zu Gehör gebracht. Einige haben die Studierenden während ihrer Exkursion in Riga selbst erstellt.

Mitwirkende: Kassandra Schmid, Lyudmyla Matvyeyeva, Maren Voigt,  Annika Philippsen, Melanie Neitzel, Mira Döring, unter der Leitung von Bernard Poulelaouen

Mitschnitt der Lesung