Lesung Prag 1968

Das hungrige Krokodil. Eine Familie in Prag 1968

Prager Frühling 1968: Wie viele andere Tschechen schöpft Pavel Vodák Hoffnung. Hoffnung auf einen menschlicheren Sozialismus, auf Reformen, auf Freiheit. Dann rollen die Panzer der „sozialistischen Bruderstaaten“ an und machen all seine Träume mit einem Schlag zunichte. Für die Machthaber ist er nichts weiter als ein Gegner des Regimes. Pavel sieht keinen Ausweg. Er muss sein geliebtes Heimatland verlassen. Hinter dem Eisernen Vorhang erwartet ihn eine ungewisse Zukunft. Wie hoch darf der Preis für die Freiheit sein?

Dieser Roman erzählt die wahre Geschichte von Dr. Pavel Vodák (1920-2002): vom Zweiten Weltkrieg über den Prager Frühling bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Hautnah erlebt der Sohn einer deutschen Mutter die Gräueltaten der Nazis, die Befreiung und die Härte der neuen Machthaber.

Die Flucht selbst und die Entscheidung, seine Heimat zu verlassen, sind für Pavel kaum auszuhalten. Denn er nimmt seine Frau, seine schwerkranke Schwiegermutter und seine kleine Tochter mit. Ausgerechnet Deutschland ist bereit, ihn aufzunehmen und seine akademischen Abschlüsse anzuerkennen.

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Sandra Brökel arbeitet als Schreibtherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Besonders fasziniert sie die schreibtherapeutische Aufarbeitung von Lebensgeschichten. Hier kann die große Kraft des geschriebenen Wortes in der Psychotherapie genutzt werden. So entstand auch ihr Roman über das Leben von Dr. Pavel Vodák, der europäische Geschichte unmittelbar erlebte.

Mitschnitt der Lesung