Lesung 1919 im Baltikum

1919 im Baltikum: Ende einer Epoche

Ein Blick in die Zeit vor der Enteignung des deutschbaltischen Adels

Vor 100 Jahren, am Ende des Ersten Weltkriegs, befand sich das Baltikum in einem großen Umbruch: Kriege, Staatsgründungen und Staatsstreiche, Revolutionen und Reformen veränderten das Leben grundlegend. Es war die Zeit, in der der deutschbaltische Adel seine lange währende, zentrale Stellung verlor. Bodenreformen in den neu ausgerufenen Republiken Estland und Lettland entzogen ihm eine seiner wichtigsten Machtgrundlagen, indem sie den Großgrundbesitz enteigneten.

Anlässlich der 100sten Jährung der estnischen Bodenreform 1919 möchte die Lesung einen Blick in die Welt der deutschbaltischen Güter vor der Enteignung werfen. Dabei soll die Politik im Zarenreich des späten 19. Jahrhunderts genauso betrachtet werden wie Entwicklungen vor Ort. Im Fokus liegt das Gut Allatzkiwwi im heutigen Estland. 

Mitschnitt der Lesung

Die Lesung von Julian Windmöller stellt Quellen des im Herder-Institut aufbewahrten Münnich-Nolcken‘schen Nachlasses vor.

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