Lesung Oktoberrevolution

100 Jahre Oktoberrevolution und ihre Auswirkungen auf Ostmitteleuropa

Die russische „Oktoberrevolution“ vom 25.10./7.11.1917 mit der gewaltsamen Machtübernahme durch die kommunistischen Bolševiki veränderte vor 100 Jahren die innen- und außenpolitische Situation in Ost- und Ostmitteleuropa radikal. Die rasch beschlossenen Dekrete über den Frieden, über Grund und Boden sowie über die Rechte der Völker Russlands prägten die Endphase des Ersten Weltkriegs, die folgende, blutige Bürgerkriegszeit und die Gründung der neuen Nationalstaaten Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Tschechoslowakei bzw. die Wiedergründung Polens entscheidend. Sowjetrussland schloss zwar mit Deutschland Frieden (1918), doch stand es weiterhin im Krieg mit Finnland, Lettland und Polen. Durchsetzung, Festigung und Ausbau der totalitären Einparteienherrschaft in Moskau hatten bleibenden Einfluss auf die neuen Staaten Ostmitteleuropas. Wie reagierten die dort lebenden Völker auf die Entwicklung in Russland? Wie äußerten sich Zeitgenossen zur Russischen Revolution? Ausgewählte Texte werden in der Lesung von Antje Coburger und Dr. Jan Lipinsky vorgetragen.

Mitschnitt der Lesung