Presseausschnitte im Herder-Institut

Über 5 Millionen Ausschnitte dokumentieren Geschichte, Politik und Wirtschaft Osteuropas von 1916 bis heute. Wir haben dafür schwerpunktmäßig von 1952 bis zum März 1999 regionale und überregionale Tages- und Wochenzeitungen aus dem ostmitteleuropäischen und deutschsprachigen Raum systematisch ausgewertet. Sonderbestände ergänzen das Pressearchiv zeitlich und inhaltlich. Wir bieten umfangreiche Personenarchive, Ortsarchive und Sacharchive (s.u.).

Regionaler Umfang:
  • Ostmitteleuropa: Polen, Tschechoslowakei (Tschechische Republik und Slowakei), Baltikum (Allgemein sowie Estland, Lettland, Litauen), Nördliches Ostpreußen (Kaliningradskaja oblast’)
  • Sowjetunion/Russland
  • DDR
  • kleinere Bestände zu Albanien, Bulgarien, Finnland, Griechenland, Jugoslawien, Ostseeraum allgemein, Rumänien, Südosteuropa, Triest, Ungarn
Thematischer Umfang:
  • Personenarchive liefern biografische Angaben zu Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur (ca. 1,5 Millionen Ausschnitte), finden sich teilweise als Ergebnis von Erschließungsprojekten in der Datenbank Presseausschnittsammlung online (aus urheberrechtlichen Gründen nur institutsintern einsehbar) bzw. im Zentralen Personenregister
  • Ortsarchive liefern Informationen zu Städten und Regionen (u.a. auch der historischen deutschen Ostgebiete) (ca. 0,5 Millionen Ausschnitte)
  • Sacharchive liefern pro Land thematische Informationen (ca. 3 Millionen Ausschnitte): u.a. Auswärtige Beziehungen, Bevölkerung, Geographie, Geschichte, Innenpolitik, Kirche, Kultur, Militär, Politik, Recht, Umwelt, Verwaltung, Wirtschaft (vgl. Sachsystematik bzw. Index zur Sachsystematik)
  • kleinere Bestände zu Deutschlandfrage, Deutschlandpolitik, Flüchtlingen, Kommunismus, Minderheiten, Orthodoxe Kirche/Ostkirchen, Ostforschung, Ostpolitik, Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), Spionage
Archivgröße:

15.500 Aktenordner, 600.000 Mikrofiche-Aufnahmen (1991-1999); Sachsystematik mit 450 Stichwörtern

Sonderbestände im Pressearchiv des Herder-Instituts:
  • Pressematerial der Zwischenkriegszeit (1918-1939): über 260 Kästen mit insgesamt ca. 90.000 Dokumenten v.a. deutschsprachiger Presse: davon 163 zu Polen, 58 zum Baltikum, 39 zur Tschechoslowakei
  • Presseausschnitte der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit (1939-1959): retrospektive Zukäufe ergänzen den Bestand v.a. zu Geschichte und Politik Polens
  • Ost-Express (ca. 1931-1939)
  • Rundfunkberichte (RADIO FREE EUROPE) (ca. 1957-1989) für Polen, Tschechoslowakei sowie kleinere Bestände zu Ungarn, Bulgarien, Rumänien (Übersicht über die Rundfunk- Presse- und Fernsehberichte von RFE)
  • Ost-Informationen: Pressefunk-, Rundfunk- und Agenturmaterial (ca. 1956-1966)
  • Ost-Dienst: der unabhängige deutsche Pressedienst aus den östlichen Ländern (1961-1963)
  • Die Presseausschnittsammlung zu Osteuropa des Deutschen Instituts für Zeitgeschichte (DIZ) (1949-1971) bzw. des Instituts für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) befindet sich seit 2011 als „kommunistische Parallelüberlieferung“ im Herder-Institut. Das DIZ wurde 1971 in das neu gegründete IPW überführt. Die Sammlung enthält rund 300.000 Ausschnitte in 839 Archivkartons (1945-1991), reicht teilweise in die Zwischenkriegszeit zurück und bietet überwiegend Artikel aus der regional breit gestreuten Presse der Bundesrepublik Deutschland bzw. der DDR. Artikel aus ost(mittel)europäischen Zeitungen sind selten im Original sondern meist als eine Art Pressespiegel beigefügt. Ausländische, nicht deutschsprachige Presse fehlt fast völlig.