Bibliothek des Herder-Instituts

Wir sammeln geistes- und sozialwissenschaftliche Literatur aus und über Ostmitteleuropa, das heißt zu Geschichte, Landeskunde und Kultur von Polen, Tschechien, Slowakei, Estland, Lettland und Litauen sowie der historischen deutschen Ostgebiete und der deutschen Siedlungsgebiete in Ostmitteleuropa. Neben Monografien und Periodica legen wir einen Schwerpunkt auf die schwer beschaffbare ("graue") Literatur.

Als wissenschaftliche Spezialbibliothek zur politischen sowie Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Landeskunde und Kultur Ostmitteleuropas sammeln und erschliessen wir Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sowie Noten, Schallplatten, CDs, CD-Roms, Videos, DVDs, elektronische Ressourcen (z.B. Nationallizenzen) in ost- und westeuropäischen Sprachen.

» Nationallizenzen

Unser Bestand umfaßt 520.000 Bände, darunter über 22.000 in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) gemeldete Periodika, von denen wir derzeit noch rund 1.600 Titel fortlaufend abonnieren. Wir sind der nationalen und internationalen Fernleihe angeschlossen und halten deshalb alle Medien zur Benutzung vor Ort bzw. im Rahmen der Orts- oder Fernleihe bereit.

Wir konzentrieren uns sowohl unter inhaltlichen wie regionalen Aspekten auf einen klar definierten Bereich und sammeln Fachliteratur über Ostmitteleuropa mit dem Anspruch größtmöglicher Vollständigkeit auch im Bereich der schwer beschaffbaren (sogenannten "grauen") Literatur. Seit unserer Gründung beschafften wir nicht nur die aktuell erscheinende Literatur, sondern auch ältere Bücher oder Zeitschriften.

In den Anfangsjahren kamen so geschlossene Bestände (etwa die aus den USA zurückgegebenen Bibliotheksbestände der "Publikationsstelle Berlin-Dahlem") oder Sammlungen aus privater Hand in unsere Bibliothek. Unsere Bestandsschwerpunkte liegen deutlich im 19. bis 21. Jahrhundert; wir besitzen jedoch auch eine verhältnismässig grosse Auswahl an Titeln (Rara) aus der Zeit vor 1800. Uns war es immer wichtig, ohne inhaltliche oder ideologische Scheuklappen zu sammeln. Deshalb sind bei uns etwa für die Zeit des "Kalten Krieges" sowohl ideologisch geprägte Publikationen aus den sozialistischen Ländern als auch Veröffentlichungen der Emigration oder der Vertriebenenpresse in grosser Vollständigkeit vorhanden.

Als Verpflichtung unserem Namenspatron gegenüber bieten wir zudem eine nach Texten und Sekundärliteratur aufgegliederte Sammlung zu Johann Gottfried Herder. Diese grosse Bestandsbreite und Bestandsdichte, sowie weitere Sondersammlungen machen die besondere Bedeutung unserer Bestände aus.

» Sondersammlungen

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
8:00 – 17:30 Uhr

Tel.: +49 6421 184-161
bibliothek@herder-institut.de

Bereich Bibliothek
Sondersammlungen

Benutzung der Bibliothek

Unsere Spezialbibliothek ist öffentlich zugänglich und kann im Rahmen der Benutzungsordnung von allen Personen ab 18 Jahren (ab 16 Jahren mit Einschränkungen) kostenlos benutzt werden, die sich durch einen Personalausweis oder Reisepass ausweisen können und einen Leseausweis beantragt haben. Die Suche in unserem Bestand ist z.B. über die geführte Suche möglich. Unser Personal hilft bei Recherchen vor Ort und bearbeitet Rechercheaufträge gemäß unserer Kostenordnung.

Retrokatalogisierung

Um unsere Bibliotheksbestände komplett und zeitnah nach der Erwerbung zugleich formal und inhaltlich im elektronischen Katalog recherchierbar zu machen, war für die vor 1984 erworbenen und nur auf Katalogkarten nachgewiesenen Bände parallel zur laufenden Bearbeitung der Neuzugänge seit 1996 eine umfangreiche Retrokatalogisierung nötig. Alle bibliografischen und inhaltserschließenden Informationen, die bisher nur auf konventionellen Karteikarten im Bibliothekskatalog nachgewiesen waren, haben wir unter Abgleich mit dem physisch vorhandenen Medium (Autopsie) in den elektronischen Katalog eingegeben. Dabei konnten wir zugleich alle Medien mit Barcodes für die elektronische Ausleihe versehen. Die Retrokatalogisierung ist bis auf einige Sonderfälle abgeschlossen.