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Termine dieser Ausstellung

  • Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Hauptgeschäftsstelle Marburg, präsentiert vom Herder-Institut
    06.11.2007 – 12.12.2007

Ermländische Ansichten. Ferdinand von Quast und die Anfänge der Denkmalpflege in Preußen und Ermland

Eine deutsch-polnische Ausstellung des Historischen Vereins fĂĽr Ermland e.V.
und des Museums Ermlands und Masurens in Allenstein
Präsentiert in Kooperation von Herder-Institut Marburg und der Sparkasse Marburg-Biedenkopf

 

Plakat zur Ausstellung

Das seit 1945 zum polnischen Staatsgebiet gehörende Ermland (poln. Warmia) ist eine im Westen wenig bekannte, aber kulturhistorisch sehr interessante Region, in der sich deutsche und polnische Geschichte und Kultur überlagern. Ab dem 13. Jahrhundert war es ein geistliches Fürstentum, ab 1479 unter Schirmherrschaft des polnischen Königs. Mit der ersten Teilung Polens 1772 wurde das Ermland zu einem Teil der Provinz Ostpreußen und damit zu einer katholischen Enklave in protestantischer Umgebung. Insbesondere seine charakteristischen mittelalterlichen Bauwerke veranlassten den ersten preußischen Konservator Ferdinand von Quast (1807–1877) zu umfangreichen Studien mit technischen Bauaufnahmen sowie romantischen Ansichten in Gestalt von Zeichnungen und Aquarellen sowie Lithographien – das Material für den 1852-64 in Teillieferungen veröffentlichten Band „Denkmale der Baukunst in Ermland“.

Die 2006 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Historischen Vereins für Ermland e.V. gestaltete zweisprachige Wanderausstellung ist zum einen den Bau- und Kunstwerken des Ermlands selbst gewidmet, zum anderen der Tätigkeit des ersten preußischen Denkmalpflegers. Die von diesem angefertigten romantischen Ansichten von Städten sowie Sakral- und Profanbauten machen den Betrachter mit einer von der modernen Zivilisation noch weitgehend unberührten Kulturlandschaft bekannt, die sich im östlichen Randgebiet des ehemaligen preußischen Königreichs befand. Ein großer Teil der von Quast gezeichneten ermländischen Baudenkmäler ist heute noch in gutem Zustand, weshalb die Ausstellung auch zu einem Besuch der touristisch wertvollen polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren anregt. – Ein umfangreicher, farbig illustrierter Katalog ist für 24,- € in der Ausstellung sowie im Herder-Institut zu beziehen.