Hereditas Baltica - HerBalt – "Virtueller Lesesaal" für baltisches Archivgut

Portal zu digitalisierten Archivbeständen des Herder-Instituts mit Partnern im In- und Ausland

HerBalt ist das größte langfristig angelegte Projekt der Zusammenarbeit im Archivbereich zwischen Deutschland und den baltischen Staaten.

 

Das Herder-Institut möchte durch HerBalt:

  • seine Funktion als Brücke zwischen den in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg lebenden Deutschbalten und deren Nachkommen sowie ihrer schriftlichen Überlieferung einerseits und den archivischen Einrichtungen im Baltikum andererseits bekräftigen und ausbauen
  • beiden ein verlässlicher Partner sein, um im Interesse der Forschung das Archivportal HerBalt zu etablieren
  • die gute Zusammenarbeit mit baltischen Archiven langfristig und „nachhaltig“ institutionalisieren. Das vom Bund und den Ländern unterhaltene Herder-Institut ist für die Einrichtungen im Baltikum der gegebene Vertragspartner.

 

Gegenstand des Projektes ist:

  • Digitalisierung und Internetbereitstellung ausgewählter Bereiche baltischen Archivguts, das in den großen Archiven Estlands, Lettlands und Litauens sowie in Deutschland und anderen Staaten (z.B. Dänemark, Schweden, Finnland, Rußland, Polen) aufbewahrt wird.

 

Ziele:

  • virtuelle Zusammenführung der durch Kriegs- und Nachkriegsschicksal getrennten Bestände
  • leichter und rascher Zugang zu diesem kulturellen Erbe unabhängig vom Ort der Bearbeitung und Aufbewahrung
  • Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes durch Schonung der Originale

 

Folgende Teilprojekte wurden begonnen oder sind konkret vorbereitet:

1. mit Estland: 2011 Beginn des ersten, auf drei Jahre angelegte Teilprojekt in Zusammenarbeit zwischen dem Estnischen Nationalarchiv und dem Herder-Institut (mit finanzieller Unterstützung durch den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie privatrechtlichen, meist deutschbaltischen Gesellschaften und Stiftungen).
Digitalisierung und Internetbereitstellung grundlegend wichtiger Materialien zur Personenkunde und zentral bedeutsame Quellen zur politischen Geschichte des Baltikums:

  • das Archiv der Matrikelkommission der Estländischen Ritterschaft (bis 1920)
  • das Archiv der Matrikelkommission des Estländischen Gemeinnützigen Vereins (1920-1939)
  • Archiv des deutschbaltischen Genealogen und Archivars Gottfried Carl Georg von Törne (1854-1918).
  • Landtagsprotokolle der Estländischen Ritterschaft 1800-1851

2. mit Lettland: 2012 werden die Akten der Kurländischen Seelenrevisionen 1797-1834 (Herder-Institut, Dokumentesammlung, Sign.: DSHI 550 KSL) in Zusammenarbeit mit dem Historischen Staatsarchiv Lettlands in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock digitalisiert und ins Internet gestellt.

3. Weitere Projekte mit verschiedenen Partnern in Vorbereitung.

 

Saaga-Portal: http://www.ra.ee/dgs/explorer.php