Sondersammlungen der Forschungsbibliothek
Musiksammlung
Der insgesamt rund 15.000 bibliografische Einheiten umfassende Bestand der Musiksammlung wurde in der ehemaligen Forschungsstelle für Musikgeschichte des J. G. Herder-Forschungsrats, die sich zunächst in Kiel, dann in Hamburg befand, von den Musikwissenschaftlern Elmar Arro und Fritz Feldmann aufgebaut.
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Die Boetticher-Sammlung
Bei der Boetticher-Sammlung handelt es sich um eine bereits im Jahr 1952 dem Institut überlassene Büchersammlung aus der Stiftung des Generals a. D. Friedrich von Boetticher, des Erben der Bibliothek des Bautzener Genealogen und Arztes Walter von Boetticher (1853-1945).
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Das Fedor-Sommer-Archiv
Das der Forschungsbibliothek 1976 als Dauerleihgabe überlassene Fedor-Sommer-Archiv ist eine etwa 500 Bände umfassende, fast ausschließlich aus Schriften aus und über Schlesien bestehende Sammlung von Büchern und Zeitschriften, deren Kern das Gesamtwerk des schlesischen Heimatdichters Fedor Sommer (1864-1930) bildet. Die Sammlung geht auf die Initiative des schlesischen Patenschaftswerks und des Professors der Pädagogischen Akademie in Dortmund Prof. A. Perlick zurück. Für die Kulturgeschichte der Bolkenhainer Region ist die Fedor-Sommer-Sammlung von großem Wert.
Bibliothek und Archiv von Prof. Dr. Ludwig Igálffy von Igály
Die mit Unterstützung der DFG aus Mitteln des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft im Jahr 2005 erworbene jahrzehntelang systematisch ausgebaute Sammlung des Wiener Wissenschaftlers Ludwig Igálffy von Igály (geb. 25.11.1924) behandelt u.a. familiengeschichtliche Fragen, Studien zu einzelnen Orten und Familien aus Schlesien, sowie Schlesiens Beziehungen zu Böhmen, Mähren und Österreich. Über 3000 Mappen zu Adelsfamilien aus Schlesien und anderen österreichischen Erblanden sowie bedeutende Reste des Schlossarchivs Bratronice in Böhmen der Familie Vernier von Rougement sind über die DSHI recherchierbar.
Sammlung Urbańczyk
Im Jahr 2008 wurde die umfangreiche private Sammlung polnischer Samizdat-Publikationen (sog. drugi obieg) von Prof. Przemysław Urbańczyk PhD aufgekauft. Hierbei handelt es sich um rund 1100 Monografien und Zeitschriften des polnischen Untergrunds vor allem aus dem Anfang der 1980er Jahre.
Bibliotheken der Baltischen Ritterschaften
Die Kurländische, Livländische, Estländische und Oeselsche Ritterschaft übergaben ihre umfangreichen Bibliotheken im Jahr 2006 als Deposita. Sie ergänzen die baltischen Bestände der Forschungsbibliothek zumal für das 19. Jahrhundert und enthalten zahlreiche Rara. Es handelt sich u.a. um eine Spezialbibliothek zu Kurland, um die v.a. Livland betreffende Bibliothek des Rechtshistorikers und Genealogen Astaf von Transehe-Roseneck (1865-1946) sowie um die gesamtbaltische, vor allem ortsgeschichtliche und genealogische Bibliothek von Georg von Krusenstjern (1899-1989).
Sammlung Reklaitis
Aus dem Litauen-Archiv-Reklaitis (LAR) des Kunsthistorikers Dr. Povilas Reklaitis (1922-1999) gelangten im Jahr 2000 ca. 3000 bibliografische Einheiten in die Forschungsbibliothek. Darunter befinden sich zahlreiche Rara, sowohl alte Drucke des 17. und 18. Jahrhunderts als auch heute äußerst seltene „kleine Schriften“ und „graue Literatur“ aus jüngerer Zeit bzw. nach 1945 im litauischen Exil erschienene Publikationen.
Weitere Nachlässe mit Bezug zum Baltikum
Der von der Forschungsbibliothek übernommene Teil des Nachlasses von Prof. Dr. Dietrich André Loeber (1923-2004) enthält u.a. zahlreiche Materialien zur baltischen Rechts- und Pressegeschichte nach 1945 und speziell der Jahre 1988/1989.
Der Nachlass von Prof. Dr. Ernests Blese/Ernestus Blesse (1892-1964) enthält u.a. Materialien zur baltischen Ortsnamenkunde und Sprach- und Literaturwissenschaft.
Der musikwissenschaftlich orientierte Nachlass von Kārlis Brambats enthält zahlreiche Titel zur Ethnomusik u.a. speziell Lettlands.
Rara
In den Beständen der Forschungsbibliothek finden sich zahlreiche seltene Werke. Es handelt sich u.a. um frühe Drucke, anderweitig kaum noch vorhandene Auflagen, handsignierte Ausgaben, Manuskripte oder handgezeichnete Partituren. Sie sind im Bibliotheksmagazin gesondert und speziell gesichert aufgestellt.


