Bestände der Forschungsbibliothek

Die Forschungsbibliothek sammelt und erschließt Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sowie Noten, Schallplatten, CDs, CD-Roms, Videos, DVDs, elektronische Ressourcen zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas und hält diese zur Benutzung vor Ort bzw. im Rahmen der Orts- oder Fernleihe bereit. Ihrem Charakter als wissenschaftliche Spezialbibliothek entsprechend konzentriert sich die Bibliothek sowohl unter inhaltlichen wie regionalen Aspekten auf einen klar definierten Bereich. Sie sammelt die in und über Ostmitteleuropa erscheinende einschlägige Fachliteratur jedoch mit dem Anspruch größtmöglicher Vollständigkeit auch im Bereich der schwer beschaffbaren (sog. "grauen") Literatur, wobei die unterschiedlichen Formen elektronischen Publizierens eine immer stärkere Rolle spielen.

Von Anfang an war es das Bestreben der Bibliotheksmitarbeiter, nicht nur die aktuell erscheinende Literatur zu beschaffen, sondern auch ältere Bücher oder Zeitschriften zu erwerben. In den Anfangsjahren wurden so geschlossene Bestände (etwa die aus den USA zurückgegebenen Bibliotheksbestände der "Publikationsstelle Berlin-Dahlem") oder Sammlungen aus privater Hand erworben, später gewann der gezielte antiquarische Erwerb immer mehr an Bedeutung. Die Schwerpunkte des Bestandes liegen deutlich im 19. und 20. Jahrhundert, es gibt jedoch auch eine verhältnismässig grosse Auswahl an Titeln aus der Zeit vor 1800. Besonders anzumerken ist, dass in der Bibliothek des Herder-Instituts stets ohne inhaltliche oder ideologische Scheuklappen gesammelt wurde, was dazu geführt hat, dass etwa für die Zeit des "Kalten Krieges" gleichermassen auch ideologisch geprägte Publikationen aus den sozialistischen Ländern wie die Veröffentlichungen der Emigration oder der Vertriebenenpresse in grosser Vollständigkeit vorhanden sind. Diese grosse Bestandsbreite und -dichte macht die besondere Bedeutung der Bibliotheksbestände des Herder-Instituts aus.