Die Katalogangebote der Forschungsbibliothek
Die Bibliothek des Herder-Instituts bietet ihren Nutzern das für die historische Ostmitteleuropaforschung vollständigste Katalogangebot in Deutschland. Zur auswärtigen Vorbereitung eines Bibliotheksaufenthalts kann auf Kataloginformationen zunächst mit Hilfe des gedruckten Bibliothekskatalogs (Hall-Katalog; Erwerbungen bis 1977) und über den online-Katalog der Institutsbibliothek bzw. die Verbunddatenbank des Hessischen Bibliotheks- und Informationssystems (HeBIS) zugegriffen werden. Vor Ort in ihrem Katalogsaal bietet die Bibliothek dem Nutzer nicht nur Katalogzugriffe auf ihre eigenen Bestände, sondern darüber hinaus auch auf ähnliche Bestandskomplexe bzw. Kataloge anderer Bibliotheken. Diese Zugriffe stehen einerseits in konventioneller Form in Gestalt von Zettel- und Bandkatalogen, andererseits in elektronischer Form zur Verfügung.
- Konventionelle Kataloge
- Weitere Konventionelle Kataloge
- online-Katalog (OPAC)
- Die Zeitschriftendatenbank (ZDB)
- Weitere Datenbankangebote
Konventionelle Kataloge
Zwei alphabetische und ein systematischer (Sach-)Katalog erschließen den Monographien- sowie den Zeitschriftenbestand der Bibliothek. Der systematische Katalog wurde bis 1994 geführt. Der alphabetische Katalog I ist nach dem Regelwerk der Preußischen Instruktionen aufgebaut. Er schließt mit dem Erscheinungsjahr 1983 ab. Der alphabetische Katalog II, dem die Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken (RAK-WB) zugrundeliegen, weist Bestände ab dem Erscheinungsjahr 1984 nach, die jedoch komplett auch im online-Katalog nachgewiesen sind.
Der systematische Katalog ist ein standortgebundener Realkatalog, der durch Idealsignaturen (vgl. die Systematik) und Verweisungen den Inhalt eines Buches erschließt. Er ist dreifach gegliedert: erstens regional, zweitens nach wissenschaftlichen Disziplinen und drittens nach Sachgruppen. Innerhalb dieser Gruppen erscheinen die Bücher nach der laufenden Nummer. Der Katalog schließt mit dem Jahr 1994 ab. Die Fortsetzung des systematischen Katalogs wird im online-Katalog über die Suchfunktion "Lokale Klassifikation" gewährleistet (bitte beachten Sie diesbezüglich auch die Hinweise zur Literaturrecherche). Ein geographischer Hilfskatalog (Ortsnamen) ergänzt den systematischen Katalog, der auch ein Register von Personen enthält. Der bis ca. 1990 geführte Gesamtkatalog Ostmitteleuropa (GKO) ist ein alphabetischer Fachzentralkatalog, der mit rund 370.000 Titelkarten Literatur aus und über Ostmitteleuropa in 33 in- und ausländischen Bibliotheken nachweist. Die Titelmeldungen stammen u. a. aus Bibliotheken in Berlin, Bremen, Darmstadt, Düsseldorf, Gießen, Hamburg, Hannover, Herne, Kiel, Kopenhagen, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart, Tübingen, Wien. Nicht zuletzt sind im GKO gerade auch kleinere Bibliotheken vertreten, deren Bestände bislang sonst noch nicht in überregionalen Katalogen bzw. in regionalen oder überregionalen Bibliotheksverbundsystemen nachgewiesen sind.
Weitere konventionelle Kataloge
In Ergänzung zu den beschriebenen Zettelkatalogen verfügt die Bibliothek über eine Reihe weiterer konventioneller Kataloge, die Teile ihrer Bestände erschließen: einen Personenkatalog (gleichzeitig Teilbereich des systematischen Katalogs), einen Katalog geografischer Namen (Orte, Regionen, etc.), Standortkataloge für Sondersammlungen, z. B. das Fedor-Sommer-Archiv, die Boetticher Sammlung, einen nach Texten und Sekundärliteratur aufgegliederten Katalog der Sammlung zu Johann Gottfried Herder, verschiedene Kataloge der Musikaliensammlung, die teilweise alphabetisch, teilweise sachlich sowie geographisch nach Regionen gegliedert sind.
online-Katalog (OPAC)
Der Einsatz der EDV für die Katalogisierung hat dazu geführt, daß Online-Kataloge entstanden sind, die sich nicht mehr auf den Bestand einer einzelnen Bibliothek beziehen, sondern auch Bestände externer Bibliotheken mit enthalten. Bei Nutzung des Marburger Lokalsystems innerhalb des Hessischen Bibliotheksverbunds kann der Nutzer sowohl auf den Marburger Gesamtkatalog der Universität Marburg als auch gesondert auf den online-Katalog der Bibliothek des Herder-Instituts zugreifen. Seit Mitte 1998 sind im OPAC auch die laufenden und die bereits EDV-gestützt erfaßten nicht mehr laufenden Zeitschriften enthalten, die zusätzlich noch gesondert in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen sind. Der Zugriff auf die im OPAC des Herder-Instituts gebotenen Kataloginformationen ist auf jeder Webseite des Herder-Instituts oben rechts möglich oder hier. Der Nachweis der Bestände des Herder-Instituts im HeBIS-Verbundkatalog gewährleistet zugleich den immer stärker an Bedeutung gewinnenden Zugriff auf die örtlichen Bibliotheksbestände durch Metakataloge wie den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) oder den Nachweis im WorldCat.
Die Zeitschriftendatenbank (ZDB)
Den Nachweis von Periodica ermöglicht die Zeitschriftendatenbank, die weltweit größte Datenbank für Titel- und Besitznachweise fortlaufender Sammelwerke (konventionelle und elektronische Zeitschriften, Zeitungen usw.). Die Zeitschriftendatenbank umfaßt Titel in allen Sprachen von 1500 bis heute und weist zu diesen Titeln den Besitz von ca. 4300 deutschen Bibliotheken, darunter auch der des Herder-Instituts nach.
Weitere Datenbankangebote
An mehreren PCs im Katalogsaal der Bibliothek bietet das Herder-Institut die Möglichkeit der Recherche z.B. in allen frei zugänglichen WWW- bzw. Internet-gestützten Katalogen (vgl. von Nutzerinnen und Nutzern häufig nachgefragte Links) sowie zur Nutzung von Nationallizenzen.


